So bestehen Sie den Idiotentest
30.07.10

Foto: dpa bildfunk
Unverschuldet zur MPU - was tun?
Über 10.000 Anordnungen zur Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung (MPU) sind jedes Jahr falsch oder fehlerhaft. Autofahrer sind in dem Fall so gut wie rechtlos. Das sollten Sie beachten, um den berühmt-berüchtigten Idiotentest zu bestehen.
Das sind die Gründe, aus denen eine MPU angeordnet werden kann:
- Fahren unter Alkoholeinfluss mit 1,6 Promille oder mehr
- mindestens 18 Punkte in der Flensburger Kartei
- mehr als 8 Punkte nach bestandener MPU innerhalb von zwei Jahren
Das sind die Gründe, aus denen eine MPU angeordnet werden kann:
- Fahren unter Alkoholeinfluss mit 1,6 Promille oder mehr
- mindestens 18 Punkte in der Flensburger Kartei
- mehr als 8 Punkte nach bestandener MPU innerhalb von zwei Jahren
- schwere Verstöße gegen Verkehrsvorschriften, die zum Entzug der
Fahrerlaubnis(Verkehrszentralregister) geführt haben
- der Besitz oder Konsum illegaler Drogen
- körperliche Beeinträchtigungen
- besondere Anliegen, wie die vorzeitige Erteilung einer Fahrerlaubnis oder
die Personenbeförderung, die eine Begutachtung erfordern
- Verlängerung bzw. Erst-Erteilung einer LKW-Klasse oder Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung (ärztliche Untersuchung)
- Erst-Erteilung bzw. Verlängerung einer Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung (leistungspsychologische Untersuchung)
Die MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) umfasst eine körperliche Untersuchung durch einen Arzt, ein Gespräch mit einem Psychologen sowie die Beantwortung schriftlicher Fragen, gegebenenfalls erweitert um Leistungstests. Die MPU nimmt im Durchschnitt etwa 3-4 Stunden in Anspruch. Das Gutachten wird in der Regel innerhalb von 14 Tagen nach der Untersuchung fertiggestellt und versandt.
Sollte die MPU aufgrund eines Blutalkoholwerts ab 2 Promille oder mehreren aktenkundigen Trunkenheitsfahrten in Folge angeordnet worden sein, bedarf es eines positiven Attests. Dieses muss glaubhaft eine Alkoholabstinenz von 6 Monaten bis zu einem Jahr nachweisen. Dafür werden alle 4-6 Wochen die Leber-Blutwerte gemessen.
Ca. 60 % aller Erst-Testkandidaten fallen durch die MPU, das heißt, sie
bekommen ihren Führerschein nicht zurück. Auch die zweite MPU-Begutachtung, die in der Regel ein Jahr darauf erfolt, endet für die Hälfte der Teilnehmer mit einem negativen Bescheid. Grund genug also, sich gut vorzubereiten.












