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MPU: So bestehen Sie den Idiotentest

29.07.10 14:30
MPU: Immer noch fällt jeder Zweite durch
Foto: deutsche presse agentur

MPU: Immer noch fällt jeder Zweite durch

Die Angst vor dem 'Idiotentest': Jeder Zweite fällt bei der Medizinisch Psychologischen Untersuchung durch, für viele bedeutet ein Leben ohne Führerschein einen schweren Schlag für die Karriere. Wie man sich auf den Test vorbereitet, wie man ihn besteht und was der Spaß einen kostet, erfahren Sie hier.

Zunächst: Wer muss zur MPU?
Wer 18 Punkte in Flensburg hat, ist fällig. Außerdem müssen Fahrzeuglenker, die mit mindestens 1,6 Promille am Steuer erwischt wurden, zu dem Test. Bei Wiederholungstätern reicht es, wenn Sie zweimal mit 0,5 Promille auffällig wurden. Der Konsum illegaler Drogen führt ebenfalls dazu, dass man an dieser unangenehmen und nebenbei extrem kostspieligen Veranstaltung teilnehmen muss. Achtung: Auch bei Tablettenmissbrauch gilt: Ab zum Idiotentest.

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Was passiert bei der MPU?

Der Begriff 'Idiotentest' ist wirklich irreführend. Die Aufgaben, die die Betroffenen zu erledigen haben, sind wahrlich nicht ohne. Es gibt eine medizinische Untersuchung, einen Leistungstest am Computer und das gefürchtete psychologische Gespräch. Dort geht es um eine selbstkritische Betrachtung des Geschehenen. Hier müssen Sie glaubhaft darlegen, dass Sie Ihr Verhalten dauerhaft ändern. Das ist der wichtigste Punkt. Die Psychologen werden Ihre Antworten genau analysieren. Hier besteht die größte Gefahr, dass sich die Prüflinge in Widersprüchen verstricken, hier scheitern die meisten. Für die Psychologen gibt es klare Reizworte, hier gilt es, perfekt vorbereitet zu sein.

Deshalb ist eine professionelle Vorbereitung von Vorteil. Die Erfolgsquote derer, die sich mit einem Verkehrspsychologen vorbereitet haben spricht eine deutliche Sprache. 85 Prozent derjenigen, die die MPU erfolgreich absolvierten, nahmen psychologische Hilfe in Anspruch. Dabei kann eine Gruppentherapie genauso erfolgreich sein wie Einzelgespräche, das hängt von der eigenen Persönlichkeit ab.

Beachten Sie, dass die Prüfer Besserung sehen wollen. Und die muss auch belegt werden. Sie sollten also wirklich abstinent leben, und zwar sowohl, was den Alkohol betrifft, als auch den Konsum anderer illegaler und legaler Drogen. Es werden Lebertests, Urin- und Haaranalysen durchgeführt. Mogeln ist also nicht.

Wenn Sie sich ordentlich vorbereiten wollen und Ihren Führerschein auch unbedingt brauchen, müssen Sie mit folgenden Kosten rechnen:

100 Euro Erstberatung Verkehrspsychologe

500 - 600 Euro für einen Gruppenkurs, alternativ 1.000 Euro für eine Einzeltherapie

200 Euro für eine Haaranalyse

100 Euro Urinuntersuchung

350 - 750 Euro für ein MPU-Gutachten

300 Euro für eine Fahrverhaltensbeobachtung

Unter dem Strich: mindestens 1.000 Euro, maximal 2.500 Euro

Quelle: ADAC