Fahrbericht: Porsche 911 Turbo

20.05.10

Foto: AUTOIMPORT

Renntest in Estoril

Ist ja schon irre, früher fuhren hier die Formel 1 Stars, heute rase ich über die ehemalige Strecke des GP von Portugal in Estoril. Natürlich bin ich hier nicht einfach nur so zum Spaß, sondern rein beruflich. Ich muss den neuen Porsche 911 Turbo testen und wo ginge das mit so einem Geschoss besser, als auf einer reinrassigen Formel 1 Strecke. Der neue 911 Turbo ist wieder etwas leichter (minus 25 kg), wieder etwas stärker (500 PS) aber auch etwas sparsamer (11,4 l/100 km) als der Vorgänger und genau das soll ich hier am eigenen Leib erfahren.

Als erstes geht es auf die Start-Zielgerade, auf der ich die Launch-Control ausprobieren darf. Klar, Launch-Control, hat doch jedes Auto. Oder? "Was ist das eigentlich?", frage ich den Kollegen neben mir und er antwortet mit einem Achselzucken. Der Porsche Instruktor lüftet das Geheimnis mit kurzen Worten: "Von 0 auf 200 km/h in 11 Sekunden!" Ok, dann mal ran. Ich fahre den Wagen an die Startlinie heran, trete mit dem linken Fuß auf die Bremse (geht natürlich nur beim PDK - das sensationell schnelle Doppelkupplungsgetriebe) gebe Vollgas und lasse den Motor bis in den roten Bereich hochdrehen. Jetzt die Bremse los lassen und ab geht die Post - ich fühle mich wie in einem Dragster oder einer Boeing und ein angestregtes Lächeln macht sich auf meinem Gesicht breit. Nach ca. 11 Sekunden ist tatsächlich alles vorbei und ich habe immerhin 197 km/h geschafft.

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