Familienkutschen im Test: Ford S-Max und Galaxy

29.12.10

Foto: AUTOIMPORT

Familienkutschen im Test: Ford S-Max und Galaxy

Als erprobte Familienvan-Fahrerin hatte ich das Vergnügen ein bisschen neue Fordluft zu schnuppern. Während im heimischen Köln der 40millionste Ford vom Band lief, habe ich die beiden Flagschiffe Galaxy und S-Max in ihrem neuen Ausgehkleid genau in Augenschein genommen. 2006 als kinetic-Design gefeiert, ist daran 2010 ein wenig herummodelliert worden. Eine Zierleiste hier, ein bisschen Aluleiste dort. Äußerlich kleine Veränderungen, die kein Image verändern, aber das Outfit nett aufmotzen.

Siebensitzer sind sie beide, doch ist der Galaxy mehr für die große Familie gedacht, die auch mit Komfort unterwegs sein will. Während der S-Max auch als Firmenwagen einen guten Auftritt hinlegt. Die Basis ist bei beiden gleich – aber im Detail steckt der feine aber nicht unerhebliche Unterschied. Während der Galaxy mit Gardemaßen von 4,82 Meter Länge, 1,96 Meter Breite und 1,72 Meter Höhe groß und fast schon ein bisschen klotzig wirkt, macht der S-Max einen wendigen Eindruck: in allen Richtungen ein paar Zentimeter beschnitten ist der S-Max kein klassischer Familienvan, sondern ein schnittiger Sportler.

Außen nur ein bisschen aufgehübscht

Auffällig und heute fast schon Pflicht anstatt Kür ist die LED-Beleuchtung: Je nach Ausstattungsvariante als Tagfahrlicht zu haben. Hinten ist LED-Licht bei allen Modellen serienmäßig dabei. Neu gestyled ist ein alter Begleiter: Ford stattet seine Flotte gerne mit einem trapezförmigen Grill aus. Und auch nach dem Facelifting tragen die beiden Brüder Galaxy und S-Max diese böse guckenden Markenzeichen vor sich her. Beim Galaxy glänzen zusätzlich Chromlamellen, die sich fast über die gesamte Fahrzeugbreite ziehen. Außerdem ist eine Aluminium-Dachleiste integriert, die, wenn man will, mit einem Dachträgersystem ausgerüstet werden kann.

Der S-Max ist mein erster Kandidat und ich freue mich auf die Straßen in Südspanien. Nachdem ich das Cockpit mit Massen an Informationen studiert habe – ich bin leicht verwirrt – geht es los. Was mir als erstes auffällt, ist, dass ich gar nichts merke: Die Gänge wechseln ohne einen Hauch von Ruckeln. Grund dafür ist eine sechsgängige Doppelkupplungs-Automatik, die für schnelle, weiche Gangwechsel sorgt. Im Benziner wird diese Technik serienmäßig geliefert, beim Diesel ist das Getriebe – außer bei einer Sonderaktion für Frühbesteller – für 2.000 Euro zusätzlich zu haben.

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