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Antworten auf die wichtigsten Grippe-Fragen

09.01.13
Grippe-VirusWas ein wenig wie eine Kastanie aussieht, ist ein Grippe-Virus in der Computer-Simulation.
Foto: deutsche presse agentur

Viren sind überaus zähe Burschen

Forscher und Ärzte schlagen Alarm, weil die Zahl der Grippe-Erkrankungen in Deutschland zunimmt. In den letzten beiden Meldewochen im Jahr 2012 wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) bereits 388 Influenza-Fälle gemeldet. "Die ansteigenden Zahlen deuten auf den Beginn der Grippesaison hin", sagt RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher. Damit starte das Influenzavirus relativ früh in die aktuelle Saison.

Die Auswirkungen der Grippe werden oft unterschätzt: Allein in Deutschland sterben jährlich etwa 5.000 bis 8.000 Menschen an Influenza. Grippewellen verlaufen von Jahr zu Jahr unterschiedlich stark. Schutz vor der Influenza bietet eine Grippeschutzimpfung. Diese empfiehlt das RKI besonders Menschen mit einem erhöhten Risiko für eine Erkrankung: Älteren über 60 Jahre, chronisch Kranken und Schwangeren. "Auch jetzt ist der Gang zum Arzt noch sinnvoll - allerdings dauert es nach der Spritze etwa zwei Wochen, bis ein Schutz besteht", betonte Glasmacher.

Übertragen wird das Grippevirus von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion. Typisch für eine Influenza ist der plötzliche Beginn mit schwerem Krankheitsgefühl und hohem Fieber.

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Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Grippe

Wie kommt das Grippe-Virus in meinen Körper?
- Es gibt drei Eintrittspforten für die Viren: Über die Schleimhaut der Atemwege, des Munds und der Augen.

Wie lange überlebt ein Grippe-Virus, das jemand ausgehustet oder ausgeniest hat?
- Das ist sehr unterschiedlich und hängt vor allem von Temperatur, Luftfeuchte und Art der Trägersubstanz ab. Das Grippe-Virus ist unempfindlich gegen Austrocknen und bleibt bei niedriger Temperatur und niedriger Luftfeuchtigkeit länger infektiös. Hier einige Beispiele:

- In Eis können Grippe-Viren unbegrenzte Zeit überleben
- auf Geldscheinen 1 bis 17 Tage
- bei 22 Grad im Wasser länger als 4 Tage
- auf glatten Flächen wie Edelstahl oder Plastik 24 bis 48 Stunden
- bei 20 Grad auf Oberflächen an der Luft 2 bis 8 Stunden
- bei 21 Grad (20 Prozent Luftfeuchte) als Tröpfchen in der Luft 60 Minuten
- bei 21 Grad, (70 Prozent Luftfeuchte) als Tröpfchen in der Luft 28 Minuten
- bei 34 Grad auf den Händen halten es die Viren gerade mal 5 Minuten aus
- bei 70 Grad nur wenige Sekunden.

Wenn die Tröpfchen in der Atemluft eines Erkrankten schon in der Luft trocknen, können die darin enthaltenen sehr kleinen Viren von ca. 0,1 Mikrometer Durchmesser (ein millionstel Meter) als Aerosol über weite Strecken in der Luft schweben und stundenlang infektiös bleiben. Trockene Raumluft in geheizten Räumen begünstigt die Aerosolbildung und kann ein Grund für das Auftreten von Grippe-Wellen im Winter sein.

Obwohl eine Grippe oft von plötzlichem hohen Fieber, Gliederschmerzen und großer allgemeiner Schwäche begleitet wird, ist die Infuenza an sich für Gesunde meist ungefährlich. Nur wer an einer Störung des Immunsystems leidet, vorerkrankt war, alt oder noch Jugendlicher ist, für den kann die Grippe gefährlich sein.

Wieso gibt es heutzutage so viele Grippe-Tote?
- Die meisten schweren Grippeverläufe entstehen aber durch sogenannte Sekundärinfektionen. Im von der Grippe geschwächten Körper können sich Bakterien ausbreiten, die wegen der sich häufenden Antibiotika-Resistenzen nur schwer zu behandeln sind.

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