ADAC warnt: Große Navis sind gefährlich
22.11.11
Neue XXL-Displays werden zum Sicherheitsrisiko
Der ADAC hat neun aktuelle Navigationsgeräte mit einer Display-Größe von fünf bis sieben Zoll getestet. Kein Gerät konnte die Gesamtnote 'sehr gut' ergattern, immerhin vier Navis bieten eine sehr gute Routenberechnung an. Im Focus standen vor allem Geräte mit großen Bildschirmen. Das bittere Fazit: Die beliebten XXL-Displays sind eine Gefahr für die Verkehrssicherheit.
Denn ist ein Gerät mit einer Bildschirmdiagonale von mehr als 17 Zentimetern (sieben Zoll) ungünstig an der Windschutzscheibe angebracht, können Fußgänger, Motorrad- und Fahrradfahrer vom Autofahrer nicht rechtzeitig gesehen werden, Sie verschwinden quasi hinter dem Bildschirm. Das große Display hat dann den gleichen Effekt wie der „Tote Winkel“. Außerdem sind die Großen bei der Routenführung nicht übersichtlicher als Geräte mit bis zu fünf Zoll.
Denn ist ein Gerät mit einer Bildschirmdiagonale von mehr als 17 Zentimetern (sieben Zoll) ungünstig an der Windschutzscheibe angebracht, können Fußgänger, Motorrad- und Fahrradfahrer vom Autofahrer nicht rechtzeitig gesehen werden, Sie verschwinden quasi hinter dem Bildschirm. Das große Display hat dann den gleichen Effekt wie der „Tote Winkel“. Außerdem sind die Großen bei der Routenführung nicht übersichtlicher als Geräte mit bis zu fünf Zoll.
Im Testfeld befanden sich folgende Geräte: a-rival NAV-PNC 70, Becker Active 50, Falk NEO 550, Garmin 2595 LMT, Medion GoPal X4345, Mio Spirit 687, NavGear Streetmate GTX-60-3D, Navigon 72 Premium und TomTom Go Live 1015. Getestet wurden Lieferumfang und Vielseitigkeit, Handhabung, Routenberechnung, Navigation sowie Verkehrsinformationen.
Am schlechtesten schnitt das StreetMate GTX 60 3D von Navgear ab: Die Montage ist umständlich, der Satellitenempfang lässt zu wünschen übrig. Fährt das Auto aus der Tiefgarage, braucht das Navi extrem lang, um eine Route zu berechnen. Das können die Geräte von Garmin, TomTom, Navigon und Mio besser. Hier beginnt bereits nach wenigen Sekunden die Routenführung.
Auch das veraltete Kartenmaterial bei einigen Geräten ist den Testern negativ aufgefallen. Bei keinem Hersteller war der Stand der Karten auf der Verpackung ersichtlich. Bei NavGear war das Kartenmaterial sogar zum Kaufzeitpunkt veraltet. Frech: Bereits für das erste Kartenupdate muss der Kunde zahlen.
Handhabung und Montage enden bei den Geräten von Medion und NavGear im Kabelwirrwarr. Bei beiden Geräten muss für die TMC-Nutzung eine Wurfantenne verlegt werden, was nicht mehr zeitgemäß ist. TomTom, Becker und Falk können hier mit der sogenannten aktiven Halterung punkten, an der die Kabel direkt angebracht sind.
Der Sieger im Test ist das Go live 1015 von Tom Tom. Es lässt sich einfach bedienen, beim Fahren wackelt die Halterung nicht und das Gerät erkennt schnell, wo man sich gerade befindet. Doch auch hier gilt, wie bei allen Großbild-Navis: Es muss so angebracht sein, dass es möglichst wenig die Sicht versperrt. Notfalls an der linken Seite der Windschutzscheiben, direkt neben der A-Säule. Denn wer nicht sieht, was auf der Straße passiert, dem nützt die beste Routenplanung nichts.













