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ADAC fordert: Politik soll Pendlerpauschale erhöhen

22.02.12
Der ADAC fordert die Erhöhung der Pendlerpauschale.Die hohen Spritpreise treffen vor allem Pendler. Deshalb fordert der ADAC jetzt die Erhöhung der Pendlerpauschale.
Foto: deutsche presse agentur

Spritpreis-Explosion trifft vor allem Pendler

Die dauerhaft hohen Benzinpreise machen sich schmerzhaft in den Kassen der Autofahrer bemerkbar. Besonders Pendler trifft es hart. Der ADAC fordert die Politik auf, zu handeln.

Der Vorschlag des Automobilclub ADAC: Eine Erhöhung der Pendlerpauschale. "Besonders die Pendler leiden unter den weiterhin sehr hohen Sprit-Preisen", sagte ADAC-Präsident Peter Meyer der 'Bild'. "Gerade jetzt sollte die Politik nicht untätig dabei zusehen, wie für Millionen von Menschen Mobilität unbezahlbarer wird. Eine deutliche Erhöhung der Entfernungspauschale ist meiner Meinung nach alternativlos und muss unbedingt so schnell wie möglich auf die Agenda."

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) unterstützt den Vorschlag. "Dem Staat fließen jährlich über 40 Milliarden Euro aus der Mineralölsteuer zu", sagte BVMW-Präsident Mario Ohoven der Zeitung. "Der Staat muss entweder die Steuern auf Benzin deutlich senken oder die Kilometerpauschale von heute 30 auf 40 Cent je Kilometer erhöhen. Davon würden Millionen Berufspendler profitieren."

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Ölmultis machen sich die Taschen voll

Die Kälte, hohe Rohölpreise und ein niedriger Euro – das zusammen soll die Spritkosten in die Höhe treiben. Zum Wochenbeginn hatten sie neue Rekordhöhen erreicht. Die großen Ölkonzerne machen sich derweil die Taschen voll und legen für das letzte Jahr glänzende Bilanzen vor.

Der französische Öl- und Gaskonzern Total steigerte im vergangenen Jahr seinen Gewinn, getrieben vom hohen Ölpreis, um 16 Prozent auf 12,27 Milliarden Euro und näherte sich damit dem Rekordniveau aus dem Jahr 2008.

Der BP-Konzern schloss mit einem Milliardengewinn ab, nachdem die Folgen des Öldesasters im Golf von Mexiko im Vorjahr noch zu einem Verlust geführt hatten. Auch Shell sowie die US-Wettbewerber ExxonMobil und ConocoPhillips verdienten mit Blick auf das hohe Ölpreisniveau unter dem Strich Milliarden.

Der verbraucherpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Erik Schweickert, kritisierte die Dominanz der wenigen großen Raffinerien. "Wir benötigen mehr Wettbewerb bei den Raffinerien, dann gibt es auch mehr Wettbewerb an der Zapfsäule und niedrigere Preise", sagte er der 'Bild'.

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