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European Qualifiers EURO 2016

Quali-Fazit: Baustellen über Baustellen für den Bundestrainer

Ende gut, alles gut? Keinesfalls! Der mühsame Sieg im letzten Spiel der European Qualifiers gegen Georgien hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Nach dieser mageren Leistung dürfte auch dem Letzten klar geworden sein, dass auf Bundestrainer Joachim Löw in den kommenden Monaten viel Arbeit wartet. Mit so einem Auftritt wie im letzten der zehn Qualifikationspartien wird die DFB-Elf bei der EURO in Frankreich keinen Blumentopf gewinnen.

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Quali-Fazit: Baustellen über Baustellen für den Bundestrainer
Auf Bundestrainer Joachim Löw wartet viel Arbeit. © imago/DeFodi, imago sportfotodienst

"Es war ein Zittersieg gegen Georgien, gegen den 110. der FIFA-Weltrangliste. Der zwischenzeitliche Ausgleich hat für komplette Verunsicherung gesorgt. Man hat die Souveränität verloren“, sagte RTL-Kommentator Marco Hagemann.

Mit einer couragierten Leistung legte der krasse Außenseiter den Finger in die Wunden und offenbarte die zentralen Schwächen im deutschen Spiel. "In der Defensive gibt es einige Probleme. Man leistet sich immer wieder Nachlässigkeiten. Und in der Offensive – das ist wirklich der rote Faden – hat man eine indiskutable Chancenverwertung“, so Hagemann.

Mund abputzen und weiter so? Was bleibt hängen von dieser Qualifikation? "Ein schleppender Beginn. Nach dem WM-Sieg fehlte die Leichtigkeit. Man hat nach den Rücktritten von Philipp Lahm und Per Mertesacker auch einen personellen Umbruch gespürt, es brauchte eine neue Hierarchie“, konstatiert Hagemann. "Der Sieg gegen Polen war sicherlich ein Lichtblick, das vielleicht das beste Spiel in der Qualifikation. Aber der Oktober war wieder ein Rückschritt. Das war alles nicht der Weisheit letzter Schluss.“

Auch personell warten auf Löw einige Baustellen. Ein echter Rechtsverteidiger kristallisierte sich auch in den European Qualifiers nicht heraus. Und im Sturmzentrum? Der Bundestrainer muss sich etwas einfallen lassen, das hat die Partie gegen Georgien einmal mehr deutlich gemacht.

"Die rechte Abwehrposition ist immer noch die große Unbekannte. Man hat viel getestet. Emre Can, Antonio Rüdiger, jetzt Matthias Ginter. Wir dürfen gespannt sein, wie es bei der EURO aussieht“, so Hagemann. „Und vorne wird der Schrei nach einem echten Stürmer wie Mario Gomez immer lauter. Es gibt auf jeden Fall noch eine Menge zu tun auf dem Wag nach Frankreich.“