'Postcrossing' soll die Menschen wieder zum Postkartenschreiben bewegen

05.10.2012 | 07:51
'Postcrossing' soll die Menschen wieder zum Postkartenschreiben bewegen Einer britischen Studie zufolge stirbt die Handschrift aus. Deshalb soll die gute alte Postkarte nun wiederbelebt werden.

330.000 Menschen sind begeistert

Postkarten - wer schreibt die heute schon noch? Die Menschen tippen lieber: E-Mails oder Kurznachrichten. Einer britischen Studie zufolge stirbt die Handschrift aus. Jeder dritte Erwachsene soll seit einem halben Jahr nichts mehr mit der Hand geschrieben haben. Heutzutage wird hauptsächlich im Internet über Facebook & Co. kommuniziert. Einem Portugiesen aus Berlin schmeckt dieser Trend überhaupt nicht. Darum hat er das aussterbende Postkartenschreiben mit einer neuen Idee aufgefrischt und das 'Postcrossing' erfunden.

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Paul Magalesch hat es schon immer gefreut, beim Öffnen des Briefkastens eine persönliche Postkarte zu finden. Weil er eben gerne geschriebene, handfeste Postkarten bekommt. So kam ihm der Gedanke, mit Hilfe des neuen unpersönlichen Internets die alte Kommunikationsform des Postkartenschreibens wieder neu aufleben zu lassen. Die Idee ist ganz simpel: Wer sich auf der Internetseite registriert, bekommt per Zufallsgenerator Adressen von anderen Nutzern, an die er dann Postkarten verschickt und andersherum auch bekommt.

13 Millionen Postkarten gingen auf diese Weise schon um die Welt - 330.000 Menschen aus 200 verschiedenen Ländern haben Gefallen daran gefunden, Fremden eine Postkarte zu schicken. Magalesch hat es also geschafft, einige Menschen wieder zum Schreiben zu bewegen.

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