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Wieder Ärger um Rüstungsprojekt: 'Eurofighter' wird deutlich teurer

07.07.13 10:46
Eurofighter wird deutlich teurerVerteidigungsminister Thomas de Maizère hat kein Glück mit seinen Rüstungsprojekten.
Foto: dpa bildfunk

Qualitätsmängel Schuld an Preissteigerungen?

Dem Verteidigungsministerium droht nach dem 'Euro-Hawk-Debakel' das nächste prestigeträchtige Rüstungsprojekt um die Ohren zu fliegen. Zwar erhalten die neuen Kampfflugzeuge des Typs 'Eurofighter' eine Flugerlaubnis, dafür läuft aber der Preis aus dem Ruder. Bis Jahresende werden bereits 14,5 der vom Bundestag bewilligten 14,7 Milliarden Euro ausgegeben sein. Zu dem Zeitpunkt werden aber erst 108 Maschinen von rund 140 bestellten und ursprünglich sogar rund 180 vorgesehenen Jets geliefert sein.

Das Verteidigungsministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht des Magazins 'Der Spiegel'. "Es ist richtig, dass die Kosten weiter ansteigen", sagte ein Sprecher. "Einer der Gründe dafür ist aber auch die Weiterentwicklung und ein dadurch entstehender Mehrwert." Im Haushalt sind nach Ministeriumsangaben nun für die Beschaffung aller 180 Flugzeuge 16,8 Milliarden Euro veranschlagt. Auch diese Summe dürfte nach Darstellung des Magazins voraussichtlich um einen Milliardenbetrag überschritten werden.

Die Preissteigerungen gingen unter anderem auf Qualitätsmängel zurück, die vom Hersteller EADS aber bestritten würden, schrieb das Magazin. Der Kostenschub ist im Laufe der jahrzehntelangen Entwicklung aber enorm gewesen. Das gescheiterte Vorgängermodell des 'Eurofighters', Jäger 90, hatte dem Bericht zufolge pro Stück noch umgerechnet 33 Millionen Euro (65 Millionen Mark) kosten sollen. Inzwischen ist der Stückpreis mit 93,5 Millionen Euro veranschlagt.

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Übernimmt de Maizière die Nato-Führung?

Zuvor hatte bereits ein schlecht ausgehandelter Helikopter-Deal und das gescheiterte Drohnenprojekt 'Euro Hawk' Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) in arge Bedrängnis gebracht. Dem Ansehen de Maizières im Ausland scheint das alles nicht geschadet zu haben. Denn wie der 'Spiegel' berichtet, gilt de Maizière als heißer Favorit auf die Nachfolge von Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen.

So soll im Verteidigungsministerium, im Kanzleramt und im Nato-Hauptquartier nicht ausgeschlossen werden, dass de Maizière nach der Bundestagswahl offen über seine Ambitionen spricht. Als Kandidaten sind auch der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski, Belgiens Verteidigungsminister Pieter De Crem und der ehemalige italienische Außenminister Franco Frattini im Gespräch.

Bis Sommer 2014 leitet noch der ehemalige dänische Ministerpräsident Fogh Rasmussen als Generalsekretär das internationale Verteidigungsbündnis.