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Vulkanausbruch auf den Philippinen: Drei deutsche Bergsteiger sterben

07.05.13 09:47
Bei einem Vulkanausbruch auf den Philippinen starben drei deutsche Bergsteiger.Sie waren schon auf dem Weg zurück ins Tal, als der Vulkan Mayon auf den Philippinen plötzlich Asche spuckte. Fünf Bergsteiger wurden von Gesteinsbrocken erschlagen – darunter drei Deutsche. Sie wollten unbedingt auf den Gipfel.
Foto: dpa bildfunk

"Die, die überlebt haben, hatten sehr viel Glück"

Sie wollten den aktivsten Vulkan der Philippinen besteigen und bezahlten mit ihrem Leben: Vier Bergsteiger – drei Deutsche und eine in Deutschland lebende Spanierin - sowie ihr heimischer Bergführer starben, weil sie von Gesteinsbrocken erschlagen wurden. Sie waren schon auf dem Weg zurück ins Tal, als der Vulkan Mayon plötzlich Asche spuckte und ausbrach. Bei den deutschen Opfern soll es sich um zwei Männer (32, 35 Jahre) sowie eine 22-Jährige aus Freiburg im Breisgau handeln. Die Gruppe sei aus Cebu zum Mayon rund 250 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila gereist. "Sie wollten unbedingt auf den Gipfel", sagte Tourveranstalter Marti Calleja.

Am Mayon ist gerade Hochsaison, trotzdem hat es Calleja keinerlei Hinweise auf einen bevorstehenden Ausbruch gegeben. "Es war keine Alarmstufe verhängt", sagte Calleja. Dennoch schleuderte eine Eruption um 08.00 Uhr (Ortszeit) plötzlich Geröll in die Luft, eine 500 Meter hohe Aschefontäne schoss empor. 27 Bergsteiger waren zu dem Zeitpunkt an den Hängen unterwegs.

Veranstalter Calleja, der die Wanderung für eine Gruppe von drei Deutschen, einer Spanierin und einer Österreicherin organisiert hatte, bestätigte zunächst nur, dass drei seiner Gäste unter den Todesopfern sind. Jetzt berichtete der Gouverneur der Provinz Albay, dass auch das vierte zunächst nicht identifizierte Opfer in Deutschland lebte. "Sie waren auf dem Weg nach unten, etwa einen halben Kilometer vom Gipfel entfernt", berichtete Calleja. "Die Gesteinsbrocken sind auf sie niedergegangen. Die, die überlebt haben, hatten sehr viel Glück." Elf weitere Bergsteiger wurden verletzt, einige davon schwer. Die Österreicherin kam mit leichten Verletzungen davon.

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Geröllbrocken so groß wie Autos

Hubschrauber brachten einige Opfer von den Hängen des Berges rund 350 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila in Sicherheit. Einige mussten stundenlang auf die Rettung warten. "Die Verletzten sind alle Ausländer. Sie konnten nicht mehr laufen", berichtete der Bergführer Kenneth Jesalva im Lokalfernsehen. Er war unverletzt zum Basislager zurückgelaufen und hatte Alarm geschlagen. "Man muss sich vorstellen: Die Geröllbrocken waren teils so groß wie ein Auto und kamen den Hang runter." Über dem Gipfel stand auch Stunden nach der Explosion vor blauem Himmel noch eine riesige Rauchwolke. Die Behörden richteten eine Sperrzone um den Krater ein.

Vulkanologen sprachen von einer phreatischen oder Dampfgasexplosion. Dabei verdampft erhitztes Wasser und sprengt sich zum Entweichen einen Weg durch das Gestein. "Das ist das Dampfkesselprinzip aus der Küche", sagt Geophysiker Thomas Walter vom Deutschen Geoforschungsinstitut in Potsdam. "Mit Magma muss das nicht unbedingt zu tun haben." Es könne aber ein Hinweis auf einen bevorstehenden Ausbruch des Vulkans sein.

Der rund 2.500 Meter hohe Mayon ist eine große Touristenattraktion, vor allem wegen seines malerischen, fast perfekt symmetrischen Kegels. "Er gilt als Naturwunder", preist die Provinz Albay. Für Bergsteiger ist dort gerade Hochsaison. An diesem Tag waren 27 Kletterer unterwegs, unter anderem auch aus Thailand und Indonesien. Der Mayon war zuletzt Ende 2009 aktiv. Er brach seit 1616 schon 50 Mal aus. 2006 flüchteten 30.000 Menschen aus der Umgebung. Im Jahr 1993 kamen 79 Menschen ums Leben. Bei der bislang schwersten Eruption 1814 starben mehr als 1.200 Menschen.

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2013-05-07
Vulkanausbruch auf den Philippinen: Drei deutsche Bergsteiger sterben - RTL.de
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