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Strafrechtler fordern Cannabis-Legalisierung in Deutschland

26.11.13 19:28
Hanf-Plantagen immer beliebterCannabis: Bald legal in Deutschland?
Foto: deutsche presse agentur

Hanf-Plantagen immer beliebter

Immer mehr Deutsche greifen zum Joint. Gerade Jugendliche finden den Konsum illegaler Drogen weitaus spannender, als sich mit den alltäglichen Dingen des Lebens zu beschäftigen. Daher ist es nicht überraschend, dass der Konsum und Anbau von Cannabis in Deutschland rapide zunimmt. Zwischen zwei und vier Millionen Deutsche konsumieren regelmäßig Cannabis. Mit einer Petition wollen Befürworter die Legalisierung der Droge erreichen.

Erst am Wochenende schleppten Polizisten kiloweise Hanfpflanzen aus einer Lagerhalle. Weil dort ein Feuer ausbrach, wurde eine illegale Drogenplantage in Sachsen entdeckt. Der heimliche Hanf-Anbau ist derweil beliebter denn je. Denn mit Drogen ist viel Geld zu verdienen. Immer mehr Konsumenten scheuen den Gang auf den Schwarzmarkt, da völlig unkalkulierbar ist, welche gesundheitsschädlichen Beimischungen sich in fremdem Cannabis befinden. Daher bauen viele inzwischen ihr eigenes Cannabis an. Doch auch die selbstgezogene Droge bleibt gefährlich.

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"Die Strafverfolgung ist das Problem"

Und obwohl bekannt ist, dass Cannabis zu erheblichen Gesundheitsstörungen führen kann, fordern aktuell mehr als 100 Strafrechtler, das staatliche Cannabis-Verbot zu kippen. Konsum, Verkauf und Besitz ist strafbar. Doch die Strafverfolgung bringt nichts und kostet Millionen, so Kritiker. Selbst die Sicherstellung macht den Polizisten viel Arbeit – Arbeit die sich kaum lohnt.

Wenn die neue Regierung im Amt ist, wollen die Professoren für Strafrecht die Prüfung einer Strafbefreiung für Drogenkonsumenten durchsetzen. Eine entsprechende Petition der insgesamt 105 Professoren - 40 Prozent aller Strafrechtler - soll in Kürze eingereicht werden, schreibt die 'Welt am Sonntag'. "Uns geht es nicht um die Verharmlosung von Drogen, sondern um die Kriminalisierung der Konsumenten. Die Strafverfolgung ist das Problem", sagte der Bremer Professor Lorenz Böllinger.

In der Petition heißt es: "Jedes Jahr werden Milliardenbeträge für die Strafverfolgung aufgewendet, welche sinnvoller für Prävention und Gesundheitsfürsorge eingesetzt werden könnten." Die Professoren fordern das Einsetzen einer Enquete-Kommission, die die Wirkungen des Betäubungsmittelgesetzes analysieren soll.