Kachelmann holt zum Gegenschlag aus
02.08.10

Foto: dpa bildfunk
Wettermoderator stellt sich in Interview zu Vorwürfen
Nach 131 Tagen ist Jörg Kachelmann seit Donnerstag wieder frei. Als der TV-Wetterexperte am Samstag die JVA Mannheim verlässt, ist ein Lächeln in seinem Gesicht zu erkennen. Nur wenige Stunden nach seiner Freilassung gibt Kachelmann bereits ein Interview – offenbar von ihm initiiert und verkauft. Dreht er damit den Spieß um und holt in seiner Opferrolle zum Angriff aus?
"Es ist einerseits das Furchtbarste, was in meinem Leben passiert ist: Unschuldig im Gefängnis zu sitzen und zu wissen, genau zu wissen, dass man unschuldig im Gefängnis sitzt.", so Kachelmann. Der Adressat ist ganz offensichtlich das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer. Doch die Freilassung aus der Untersuchungshaft gibt Kachelmann in dieser Situation Recht.
Kachelmann erklärt weiter: "Ihre Tragik ist, dass ihr Leben durch den unberechtigten Vergewaltigungsvorwurf eine solche Wende genommen hat. Ich hoffe, dass es ihr gelingt, durch die Rücknahme des Vorwurfs Frieden mit sich selbst wiederherzustellen." Es wirkt, als ginge es nicht nur um die Wahrheit, sondern um öffentliche Genugtuung. Kachelmann bestätigt: "Wie man an mir sieht, ist das wirklich eine sehr effiziente Methode, Rache zu nehmen."
Der vermeintliche Gegenangriff Kachelmanns scheint zu funktionieren. Die Zweifel an den Anschuldigungen des mutmaßlichen Opfers sind mit Kachelmanns Freilassung weiter gewachsen. Kachelmann möchte auch vor Gericht erscheinen. "Auf Grund meines Wissens muss ich nicht weglaufen und ich setze alle Hoffnung in die deutsche Justiz das meine Unschuld festgestellt wird.", so Kachelmann. Doch es ist nicht das einzige Verfahren, das gegen den Wettermoderator läuft.
"Es ist einerseits das Furchtbarste, was in meinem Leben passiert ist: Unschuldig im Gefängnis zu sitzen und zu wissen, genau zu wissen, dass man unschuldig im Gefängnis sitzt.", so Kachelmann. Der Adressat ist ganz offensichtlich das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer. Doch die Freilassung aus der Untersuchungshaft gibt Kachelmann in dieser Situation Recht.
Kachelmann erklärt weiter: "Ihre Tragik ist, dass ihr Leben durch den unberechtigten Vergewaltigungsvorwurf eine solche Wende genommen hat. Ich hoffe, dass es ihr gelingt, durch die Rücknahme des Vorwurfs Frieden mit sich selbst wiederherzustellen." Es wirkt, als ginge es nicht nur um die Wahrheit, sondern um öffentliche Genugtuung. Kachelmann bestätigt: "Wie man an mir sieht, ist das wirklich eine sehr effiziente Methode, Rache zu nehmen."
Der vermeintliche Gegenangriff Kachelmanns scheint zu funktionieren. Die Zweifel an den Anschuldigungen des mutmaßlichen Opfers sind mit Kachelmanns Freilassung weiter gewachsen. Kachelmann möchte auch vor Gericht erscheinen. "Auf Grund meines Wissens muss ich nicht weglaufen und ich setze alle Hoffnung in die deutsche Justiz das meine Unschuld festgestellt wird.", so Kachelmann. Doch es ist nicht das einzige Verfahren, das gegen den Wettermoderator läuft.
Weiteres Ermittlungsverfahren gegen Kachelmann
Wie Kachelmanns Anwalt Reinhard Birkenstock bestätigte, läuft ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen Kachelmann. Es werde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Das Verfahren wäre bereits vor der Anklageerhebung wegen Vergewaltigung eingeleitet worden. Einen Kommentar zu dem Vorwurf aus dem Jahr 2000 werde er aber nicht abgeben.Laut 'Focus' handelt es sich nicht um einen Fall aus dem Jahr 2000, sondern 2001. Eine Frau habe sich per E-Mail beim Amtsgericht Mannheim gemeldet und angegeben, eine Affäre mit Kachelmann gehabt zu haben, in deren Verlauf es zu den Schlägen gekommen sein soll.
Kachelmann räumte im 'Spiegel' ein, in einer anderen früheren Partnerschaft Fehler gemacht zu haben. "Diese Beziehung lief länger, als ich es hätte zulassen sollen. Dadurch habe ich diese Frau in einer Weise gekränkt, die ich in der Nachschau nur bedauern kann." Er habe in seinem Leben sicher nicht alles richtig und "nicht in jeder Phase meines Lebens monogam gelebt. Aber deswegen habe ich keine Straftat begangen."
Kachelmann war am vergangenen Donnerstag nach vier Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Auf Anweisung des Oberlandesgerichts Karlsruhe wurde der Haftbefehl gegen den Schweizer aufgehoben. Vom 6. September an muss sich Kachelmann vor dem Landgericht Mannheim verantworten, weil er Anfang Februar eine seiner früheren Freundinnen zum Sex gezwungen haben soll. Kachelmann bestreitet, die Frau vergewaltigt zu haben.
















