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Flugzeug stürzt in San Francisco ab: Zwei Tote und mehr als 180 Verletzte

07.07.13 08:27
Der Flug eines Passagierjets aus Seoul endet in San Francisco mit einer Bruchlandung. Der Flug eines Passagierjets aus Seoul endet in San Francisco mit einer Bruchlandung.
Foto: dpa bildfunk

305 Menschen überleben Unglück

Die Bilder der Bruchlandung einer Boeing 777 in San Francisco sind erschreckend: Die Maschine liegt mit aufgerissener und verbrannter Kabinendecke auf dem Rollfeld, das Heck des Flugzeugs ist abgebrochen. Trümmerteile liegen weit verstreut über der Landebahn. Zwei junge Chinesinnen kommen bei dem Unglück, das offiziell als Bruchlandung eingestuft wird, ums Leben. 182 weitere Menschen werden verletzt und in Krankenhäuser gebracht, 123 überleben das Horrorszenario unverletzt.

Augenzeugen berichteten im Fernsehen, dass es bei dem Aufsetzen einen Knall oder eine Explosion am Fahrwerk gegeben habe. Weißer Rauch sei zu sehen gewesen, dann habe sich das Flugzeug mehrfach gedreht. Im Internet kursierende Fotos zeigten Menschen, die von dem Jumbojet wegrennen. Manche Beobachter sagten hinterher, das Flugzeug sei zu tief angeflogen, so dass das Fahrwerk gegen eine Mauer geprallt sei. Bei dem Unglücksflieger handelt es sich um ein Passagierflugzeug der südkoreanischen Asiana Airlines, das nach zehnstündigem Direkt-Flug von Seoul auf der Landebahn in San Fracisco aufschlug.

Die beiden Toten seien nach dem Unglück außerhalb des Flugzeugs auf der Landebahn gefunden worden, sagte Feuerwehrchefin Joanne Hayes-White laut CNN. Nach Angaben des Chefs der Asiana Airlines, Yoon Young-doo, handelte es sich um zwei Chinesinnen im Teenager-Alter.

Der Flugverkehr auf dem internationalen Airport musste stundenlang unterbrochen werden. Ankommende Flüge wurden auf andere Ziele an der Westküste umgeleitet. Nach dem Nationalfeiertag am vergangenen Donnerstag und wegen der Schulferien gehört das Wochenende zu den geschäftigsten Reisetagen. US-Präsident Barack Obama dankte laut einer Mitteilung den Ersthelfern für ihr schnelles Eingreifen.

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"Habe mich nicht so gefühlt seit 9/11"

Die US-Transportsicherheitsbehörde NTSB begann unmittelbar mit der Ursachensuche. Die Vorsitzende Debbi Hersman wollte sich nicht dazu äußern, ob möglicherweise ein Pilotenfehler oder technisches Problem vorlag. Einen Terroranschlag schloss die Bundespolizei FBI aus. Laut der Fluggesellschaft Asiana Airlines ist die Bruchlandung nicht auf einen Triebwerksfehler zurückzuführen. Vor dem Landeanflug habe es keine Notfall-Durchsage gegeben, sagte Yoon und entschuldigte sich bei den Passagieren und ihren Familien für den Unfall.

Ein Manager, der nach eigenen Angaben an Bord des Flugzeugs war, berichtete via Twitter von dem Unglück. "Ich bin gerade in SFO bruchgelandet. Heck abgerissen. Den meisten scheint es gut zu gehen. Mir geht's gut. Surreal...". Zu einem Foto der verunglückten Maschine schrieb David Eun: "Feuerwehrleute und Retter überall. Sie holen die Verletzten raus. Habe mich nicht so gefühlt seit 9/11."

Insgesamt seien 291 Passagiere und 16 Besatzungsmitglieder an Bord gewesen, niemand werde mehr vermisst. Unter den Passagieren seien 61 US-Amerikaner, 77 Südkoreaner, 141 Chinesen und ein Japaner, teilte die Fluggesellschaft mit.

Asiana ist nach Korean Air die zweitgrößte Fluggesellschaft Südkoreas und Mitglied der Star Alliance, in der auch die Lufthansa ist. Sie fliegt besonders an der Westküste der USA viele Ziele an. Asiana operiert mit zwölf Boeing 777-200, die jeweils ungefähr 300 Passagiere aufnehmen können. Sowohl der Flugzeugtyp als auch die Airline gelten bei Luftfahrtexperten als sehr sicher.