TV HIGHLIGHT
Immer freitags um 20.15 Uhr!
presenter

Zwei Tote bei Horror-Busunfall

14.03.10

Foto: dpa bildfunk

Autobahn musste voll gesperrt werden

Eine Urlaubsfahrt nach Kroatien ist für eine Reisegruppe aus Baden-Württemberg zu einem Alptraum geworden: Bei einem Bus-Unglück auf der Autobahn 8 nahe Neu- Ulm kamen zwei Menschen ums Leben, 48 weitere wurden verletzt. Eine 53-jährige Frau schwebte nach dem Unfall in Lebensgefahr.

Auf Höhe der Rastanlage Seligweiler war der Doppeldecker-Bus von der Fahrbahn abgekommen. Das Fahrzeug stürzte einen etwa drei Meter tiefen Abhang hinunter und blieb auf der Seite liegen. Ein Mann und eine Frau starben in dem Bus, beide waren über 60 Jahre alt.

Auch Stunden nach dem Unglück sind an der Unfallstelle die Spuren noch deutlich zu sehen: Die dicken Reifen des Busses haben tiefe Furchen in Schnee und Erdreich gerissen. Die Frontscheiben des Wracks waren geborsten und hängen nur noch zur Hälfte in den Verankerungen, die Scheiben auf der rechten Seite fehlen komplett. Im Inneren baumelt ein Monitor an Kabeln. Makaber mutet die Aufschrift an der Seite des Busses an: "Reisen Sie gut" steht dort in großen, weißen Buchstaben auf schwarzem Grund.

Zum Video
Der Bus kommt aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab.
Zum Video  
Zur Fotoserie
Zur Fotoserie
Zur Fotoserie  
Zum Video
Zum Video
Zum Video  
Mysteriöser Autobahntod
Motiv völlig unbekannt.
Mysteriöser Autobahntod  

150 Rettungskräfte im Einsatz

Der Bus eines Unternehmens aus Königsfeld hatte die 48 Frauen und Männer in verschiedenen Gemeinden in Baden-Württemberg eingesammelt. Zwei Busfahrer waren an Bord. Das Ziel: die Halbinsel Istrien an der Adria.

Nur wenige Stunden nach der Abfahrt geschieht das Unglück, die Einsatzkräfte setzen sich mit einem Großaufgebot in Bewegung. 150 Männer und Frauen der Feuerwehr, der Polizei und der Rettungsdienste sowie zehn Hubschrauber sind im Einsatz. Die Autobahn wurde wegen der Rettungs- und Bergungsarbeiten zwischen den Anschlussstellen Ulm-Ost und Oberelchingen in beide Richtungen gesperrt.

16 Menschen werden schwer verletzt. Hubschrauber bringen sie in nahe gelegene Krankenhäuser. Der Fahrer und alle anderen Reisenden erleiden leichte Verletzungen. Sie wurden an der Rastanlage betreut. Die beiden Todesopfer sollten von ihren Angehörigen identifiziert werden.

Noch immer ist unklar, warum der drei Jahre alte Reisebus von der Fahrbahn abgekommen war. Einen technischen Defekt schließt die Polizei aus. Auch ein anderer Verkehrsteilnehmer sei nicht in den Unfall verwickelt gewesen. Straßenglätte habe auch nicht geherrscht. Vieles spreche für einen Fahrfehler des 37-jährigen Busfahrers, sagte ein Polizeisprecher. Möglicherweise sei er abgelenkt worden. Ein Fahrgast solle nach ersten Ermittlungen einen Hustenanfall bekommen haben.

Meinen Leuten bei wer-kennt-wen.de empfehlen