Landesweite Streiks in Griechenland
11.03.10
Demonstranten in AthenFoto: dpa bildfunk
Athen: 50.000 Menschen gingen auf die Straße
In Griechenland eskaliert der Protest gegen die Sparpläne der Regierung: Demonstranten bewarfen Polizisten mit Molotow-Cocktails und Steinen, diese schlugen mit Tränengas zurück. Die Ausschreitungen entstanden am Rande des Generalstreiks, mit dem die griechischen Gewerkschaften das öffentliche Leben im Land lahm legten. Nach Schätzungen der Gewerkschaften gingen allein in Athen rund 50.000 Menschen auf die Straße.
Die Demonstranten forderten das griechische Volk zum "Aufstand" auf. Besonders vom Streik betroffen war der Verkehr. Da die Fluglotsen streikten, wurden seit Mitternacht sämtliche Flüge von und nach Griechenland gestrichen. Auch die Fähren zu den griechischen Inseln und die Eisenbahn wurden bestreikt.
Ebenso mussten die Griechen 24 Stunden auf aktuelle Nachrichten verzichten. Journalisten von Radio und Fernsehen hatten sich dem Ausstand angeschlossen. Die meisten Behörden blieben geschlossen, ebenso Schulen und Universitäten. In den Krankenhäusern wurden nur Notfälle behandelt. Zudem blieben alle antiken Stätten und Museen geschlossen. Supermärkte, die meisten Banken und die Hotels hatten dagegen geöffnet.
Die Demonstranten forderten das griechische Volk zum "Aufstand" auf. Besonders vom Streik betroffen war der Verkehr. Da die Fluglotsen streikten, wurden seit Mitternacht sämtliche Flüge von und nach Griechenland gestrichen. Auch die Fähren zu den griechischen Inseln und die Eisenbahn wurden bestreikt.
Ebenso mussten die Griechen 24 Stunden auf aktuelle Nachrichten verzichten. Journalisten von Radio und Fernsehen hatten sich dem Ausstand angeschlossen. Die meisten Behörden blieben geschlossen, ebenso Schulen und Universitäten. In den Krankenhäusern wurden nur Notfälle behandelt. Zudem blieben alle antiken Stätten und Museen geschlossen. Supermärkte, die meisten Banken und die Hotels hatten dagegen geöffnet.
"Die Banken und die Reichen sollten für diese Krise zahlen"
Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou äußerte Verständnis für den Unmut der Bürger, betonte jedoch einmal mehr, dass es einfach kein Geld gebe. Das harte Sparprogramm seiner Regierung sieht unter anderem einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst und Gehaltskürzungen für Beamte vor. Die Mehrwertsteuer wurde um zwei Prozentpunkte erhöht. Indirekte Steuern auf Tabak, Spirituosen und Treibstoffe wurden gleich zweimal innerhalb weniger Wochen um rund 20 Prozent erhöht.Die Gewerkschaften laufen gegen das Programm Sturm, weil es aus ihrer Sicht die Armen trifft. "Wir schaffen das nicht, wir haben Kinder, Familien. Die Banken und die Reichen sollten für diese Krise zahlen.", forderte ein Demonstrant. Sie zweifeln jedoch an, die Regierung von ihrem strikten Sparkurs abbringen zu können. "Ich habe den Eindruck, wir kämpfen hier um die Ehre der Gewerkschaftsbewegung. Wir werden wohl nichts bewegen können", sagte ein Mitglied der Gewerkschaft der Journalisten (ESIEA).
Im Gegensatz zur griechischen Bevölkerung begrüßen führende Politiker in der Europäischen Union sowie die Finanzmärkte und Rating-Agenturen die Sparpläne der Regierung in Athen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte bei einem Besuch in den Niederlanden, die ersten Schritte seien positiv. Griechenland müsse aber handeln, um das Vertrauen der Märkte wieder zu gewinnen. Ministerpräsident Giorgos Papandreou sieht sich unter Zugzwang, Märkte und Gläubiger zu überzeugen, dass sein Land trotz des immensen Schuldenbergs von 300 Milliarden Euro einen Staatsbankrott abwenden kann.







