Bau-Skandal in Köln weitet sich aus
16.02.10

Foto: dpa bildfunk
Verdacht auf systematischen Betrug
Der Pfusch beim Kölner U-Bahn-Bau nimmt nach Informationen des 'Kölner Stadt-Anzeigers' das Ausmaß systematischen Betruges an. Mittlerweile seien bereits falsche Vermessungsprotokolle für 28 sogenannte Schlitzwände der Baugruben an den Stationen Waidmarkt, Heumarkt und Rathaus entdeckt worden, so die Zeitung.
Diese Stahlbetonkonstruktionen sind zum Abstützen der Baugrube notwendig. "Wir gehen davon aus, dass es noch deutlich mehr sein können" zitierte das Blatt eine an der Aufklärung des Falles beteiligte Person. Es sehe nach einer "systematischen Fälschung" aus.
Zuvor hatten Zeitungen bereits berichtet, dass bei der Herstellung der unterirdischen Stützwände nicht nur der Großteil der stabilisierenden Eisenbügel weggelassen, sondern auch zu wenig Beton eingefüllt wurde. Die Eisenstangen sollen von Arbeitern an Schrotthändler verkauft worden sein. Die rechtlich vorgeschriebenen Werte, die die Beschaffenheit des jeweiligen Wandabschnitts dokumentieren müssten, seien nicht nur vertauscht, sondern offensichtlich gezielt manipuliert worden, schrieb der 'Stadt- Anzeiger'.
Diese Stahlbetonkonstruktionen sind zum Abstützen der Baugrube notwendig. "Wir gehen davon aus, dass es noch deutlich mehr sein können" zitierte das Blatt eine an der Aufklärung des Falles beteiligte Person. Es sehe nach einer "systematischen Fälschung" aus.
Zuvor hatten Zeitungen bereits berichtet, dass bei der Herstellung der unterirdischen Stützwände nicht nur der Großteil der stabilisierenden Eisenbügel weggelassen, sondern auch zu wenig Beton eingefüllt wurde. Die Eisenstangen sollen von Arbeitern an Schrotthändler verkauft worden sein. Die rechtlich vorgeschriebenen Werte, die die Beschaffenheit des jeweiligen Wandabschnitts dokumentieren müssten, seien nicht nur vertauscht, sondern offensichtlich gezielt manipuliert worden, schrieb der 'Stadt- Anzeiger'.
Nach Angaben der Kölner Staatsanwaltschaft sind alle Berichte über etwaige Ursachen des Archiveinsturzes derzeit reine Spekulation. Es gebe "keinerlei belastbaren Erkenntnisse", sagte Oberstaatsanwalt Günther Feld. "Die können wir auch nicht haben, weil die Schadensstelle noch gar nicht zugänglich ist." Sie befindet sich tief in der unter Wasser stehenden Baugrube. Es werde Monate dauern, bis die Stelle für die Ermittler erreichbar sei.







