Gefeuert, wegen eines Einsatzes bei der Feuerwehr
09.02.10

Foto: AUTOIMPORT
Ihr Einsatz für die freiwillige Feuerwehr wurde Susanne Herter aus Althegnenberg im Landkreis Fürstenfeldbruck möglicherweise zum Verhängnis: Nach einem Einsatz kündigte ihr der Arbeitgeber. Offenbar war der Grund, dass die 21-Jährige wegen des Einsatzes eine Stunde zu spät zur Arbeit kam.
Gut 12 Monate vor dem Beginn des 'Europäischen Jahres des Ehrenamtes’ macht dieser Fall klar, dass freiwillige Arbeit nicht überall die nötige Anerkennung genießt.
Was war passiert? Am 18. Januar gab es einen Unfall in der Nähe von Althegnenberg, bei dem ein LKW mit einem Anhänger umgekippt war. Susanne Herter wurde in der Nacht mit ihren Kameraden der freiwilligen Feuerwehr zum Unfallort gerufen. Gegen 7.15 Uhr rief sie bei ihrer Firma an und teilte mit, dass sie wegen des Einsatzes nicht pünktlich zu ihrem Dienstbeginn um 8 Uhr am Arbeitsplatz sein könne. Ihr Chef forderte daraufhin von ihr, dass sie sofort zur Arbeit kommen soll, sagte sie RTLaktuell.de.
Nach dem Anruf ließ sie sich vom Unfallort zur Arbeit bringen, wo sie etwas mehr als eine Stunde zu spät ankam. Kurz darauf bekam sie eine Abmahnung wegen der Verspätung. Ihr wurde gesagt, dass der Feuerwehreinsatz als Entschuldigung nicht akzeptiert werde.
Nach Rücksprache mit ihrem Kommandanten legte Susanne Herter schriftlich Widerspruch gegen die Abmahnung ein. Laut Bayerischem Feuerwehrgesetz stehen Feuerwehrleute unter besonderem Schutz. In Artikel 9 heißt es: „Arbeitnehmern dürfen aus dem Feuerwehrdienst keine Nachteile im Arbeitsverhältnis sowie in der Sozial- und Arbeitslosenversicherung erwachsen. Während des Feuerwehrdienstes […] und für einen angemessenen Zeitraum danach sind sie zur Arbeitsleistung nicht verpflichtet.“
Drei Tage später erhielt Herther aber die Kündigung, die noch fristgerecht innerhalb der Probezeit erfolgte. Als sie nach dem Grund fragte, wurde ihr gesagt, dass sie "nicht in das Team passe“.
Gut 12 Monate vor dem Beginn des 'Europäischen Jahres des Ehrenamtes’ macht dieser Fall klar, dass freiwillige Arbeit nicht überall die nötige Anerkennung genießt.
Was war passiert? Am 18. Januar gab es einen Unfall in der Nähe von Althegnenberg, bei dem ein LKW mit einem Anhänger umgekippt war. Susanne Herter wurde in der Nacht mit ihren Kameraden der freiwilligen Feuerwehr zum Unfallort gerufen. Gegen 7.15 Uhr rief sie bei ihrer Firma an und teilte mit, dass sie wegen des Einsatzes nicht pünktlich zu ihrem Dienstbeginn um 8 Uhr am Arbeitsplatz sein könne. Ihr Chef forderte daraufhin von ihr, dass sie sofort zur Arbeit kommen soll, sagte sie RTLaktuell.de.
Nach dem Anruf ließ sie sich vom Unfallort zur Arbeit bringen, wo sie etwas mehr als eine Stunde zu spät ankam. Kurz darauf bekam sie eine Abmahnung wegen der Verspätung. Ihr wurde gesagt, dass der Feuerwehreinsatz als Entschuldigung nicht akzeptiert werde.
Nach Rücksprache mit ihrem Kommandanten legte Susanne Herter schriftlich Widerspruch gegen die Abmahnung ein. Laut Bayerischem Feuerwehrgesetz stehen Feuerwehrleute unter besonderem Schutz. In Artikel 9 heißt es: „Arbeitnehmern dürfen aus dem Feuerwehrdienst keine Nachteile im Arbeitsverhältnis sowie in der Sozial- und Arbeitslosenversicherung erwachsen. Während des Feuerwehrdienstes […] und für einen angemessenen Zeitraum danach sind sie zur Arbeitsleistung nicht verpflichtet.“
Drei Tage später erhielt Herther aber die Kündigung, die noch fristgerecht innerhalb der Probezeit erfolgte. Als sie nach dem Grund fragte, wurde ihr gesagt, dass sie "nicht in das Team passe“.
Ehemaliger Chef droht mit Klage
Die junge Frau will die Kündigung nicht ohne Gegenwehr hinnehmen. "Ich werde jetzt vom Arbeitsamt prüfen lassen, ob die Kündigung rechtswidrig ist. Notfalls gehe ich weiter vor das Arbeitsgericht", sagte sie der 'Augsburger Allgemeinen’. Ob die Gegenwehr Erfolg haben wird ist allerdings nicht sicher. Arbeitnehmer können in den ersten sechs Monaten eines Arbeitsverhältnisses ohne die Angabe eines Grundes gekündigt werden.In der Bevölkerung findet die junge Frau breite Unterstützung. Das Vorgehen des Chefs sorgt für großes Kopfschütteln bei den Kollegen, sagte sie. Auch von Menschen außerhalb der Feuerwehr erfährt sie große Anteilnahme. "Das ist doch nicht möglich, haben mir viele gesagt“.
Mittlerweile hat die junge Frau einen Anruf von ihrem ehemaligen Chef bekommen. "Wenn ich eine Falschaussage mache, verklagt er mich. Das waren seine Worte“







