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Grillanzünder im Test: gefährliche Helferlein

25.04.13 19:43
Grillanzünder im Test: gefährliche HelferleinSo nicht: Anzünder sollten nicht den Grill in Flammen aufgehen lassen.

Mangelhaft für Anzündkamine und flüssige Paraffinanzünder

Wer kennt das Problem nicht: Bevor Fleisch und Gemüse auf dem Grill landen, muss erst einmal die Kohle angefeuert werden. Und hier ist Können gefragt - oder die Hilfe von Grillanzündern. Die Stiftung Warentest hat 28 verschiedene Helfer getestet. Das Ergebnis: Schnell, sauber und sicher heizt kaum einer ein. Sieben Produkte bekamen sogar die Note „mangelhaft“.

Negativ fielen die Anzündkamine von Landmann und Rösle auf. Wegen Sicherheitsbedenken erhielten sie die Note mangelhaft. Zwar glüht der Kaminzug die Kohle zügig durch, aber die Kamine werden sehr heiß. Alleine an den Griffen wurden 130 bis 170 Grad gemessen. Das Produkt von Rösle brannte beim Einsatz sogar von außen, weil die Lackierung nicht hitzebeständig ist. Der Hersteller hat bereits angekündigt, das Produkt ab Mai 2013 nur noch in Edelstahl zu fertigen.

Wegen mangelhafter Sicherheit fielen auch alle flüssigen Paraffinanzünder durch. Zwar ist die Holzkohle bereits nach 30 Minuten grillbereit. Aber Kinder haben sich schon vergiftet, weil sie paraffinhaltige Flüssiganzünder tranken. Obwohl die Hersteller seit 2010 die Flüssigkeit in schwarze Flaschen füllen und vor dem Gesundheitsrisiko warnen müssen, bleibt die Gefahr bestehen, so die Tester.

Grillföhn und Anzündspray können überzeugen

Sicherer sind Bio-Flüssiganzünder. Sie enthalten Methylester oder Glykolether auf Pflanzenölbasis. Im Gegensatz zum flüssigen Paraffin kriechen sie nach dem Verschlucken nicht in die Lunge, sind damit sicherer. Warentest empfiehlt die Bio-Anzünder für Holzkohle, auf Briketts lassen sich sich nur schwer anzünden. Außerdem sind sie weitgehend qualmfrei und geruchsarm.

Die festen Paraffinanzünder dagegen riechen unangenehm und rußen teilweise sehr stark. Sie erhielten durchweg die Note befriedigend oder ausreichend. Etwas besser verhielten sich Paraffincreme und –gel, sie kamen deshalb auf befriedigende Noten. Die Holz-Wachsanzünder konnten ebenfalls nicht voll überzeugen und erhielten durchschnittliche Noten. Holzkohle ist bei diesen Anzündern erst nach 40 Minuten grillbereit, Briketts entzünden sich damit nur schwer.

Die beste Gesamtnote erhielt das Anzündspray „Startfire Feuerspray“. Das Spray funktioniert wie ein Flammenwerfer, funktioniert aber sicher und verbrennt geruchsarm und rußfrei. Rund zwei Minuten müssen Holzkohle und Briketts angeheizt werden. Dafür ist die Holzkohle in 25 Minuten grillbereit, Briketts in knapp unter einer Stunde.

Ebenfalls gut schnitt der „Barbecook Heißluft Grillföhn“ ab. Holzkohle und Briketts kann er am besten anzünden. Mit heißer Luft entzündet er die Kohle, mit kalter Luft schürt er die Glut. Holzkohle war auf diese Weise in 17 Minuten grillbereit, Briketts in 40 Minuten. Der Fön ist aber laut und lässt Funken fliegen. Außerdem steigt beißender Rauch auf.

Wer das Grillen genießen möchte, sollte möglichst zu geruchs- und raucharmen Grillanzündern greifen – dann haben auch die Nachbarn nichts zu meckern.

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