Stiftung Warentest: Lebensmittel mit Stevia-Süße getestet
26.10.12
Wird mit Stevia der Traum von süßen und gleichzeitig gesunden Lebensmitteln wahr?Weniger Kalorien, aber nicht ganz zuckerfrei
Es klingt wie ein Traum, der endlich wahr geworden ist: Süßigkeiten, die nicht dick machen und die Zähne schonen. Seit Ende 2011 ist der Süßstoff aus der südamerikanischen Pflanze Stevia für 30 Lebensmittelkategorien zugelassen - unter anderem für Konfitüre, Schokolade und Getränke.
Der Vorteil des neuen Wundersüßstoffs: Er ist 300 mal süßer als Zucker, enthält aber keine Kalorien, greift die Zähne nicht an, ist für Diabetiker geeignet und hat einen natürlichen Ursprung. Knapp ein Jahr nach der Zulassung hat die 'Stiftung Warentest' nun 16 Produkte mit dem Süßstoff aus Stevia getestet und sechs davon zusätzlich mit dem Original verglichen. Unter den Testprodukten waren Konfitüren, Joghurts, Schokolade, Getränke und Süßstofftabletten.
Fazit der Tester: Wer es gern süß hat, dabei aber auf Kalorien achten will, für den ist der Wechsel auf die Stevia-Variante schon in Ordnung. Etliche Produkte haben allerdings geschmackliche Mängel, sind überteuert oder stevia-getarnte Kalorienbömbchen.
Ganz zuckerfrei waren die Testproben auch nicht: Viele Produkte enthalten neben Stevia-Süßstoff noch Zucker, Sirup oder andere Süßstoffe. Die Süße stammt je nach Produkt zu ca. 10 bis 100 Prozent aus Steviolglykosiden. Das liegt zum einen daran, dass die Hersteller nur eine begrenzte Menge des Stevia-Süßstoffs verwenden dürfen, zum anderen würden Produkte nur mit Stevia-Süße nicht schmecken.
Für Figurbewusste lohnt sich der Griff zu Stevia-Produkten in der Regel schon. Sie enthalten im Vergleich zum Original überwiegend ein Viertel (zum Beispiel 'Bauer Balance Erdbeere' mit Stevia) bis die Hälfte (wie 'Fritz-Kola' mit Stevia) weniger Kalorien. Die Ausnahme war ein mit Stevia gesüßtes Getränk ('Lipton Ice-Tea Green' mit Stevia), das nur 5 kcal pro Flasche weniger hatte als das Original. Ein echtes Kalorienbömbchen mit Stevia-Tarnung!
Der Vorteil des neuen Wundersüßstoffs: Er ist 300 mal süßer als Zucker, enthält aber keine Kalorien, greift die Zähne nicht an, ist für Diabetiker geeignet und hat einen natürlichen Ursprung. Knapp ein Jahr nach der Zulassung hat die 'Stiftung Warentest' nun 16 Produkte mit dem Süßstoff aus Stevia getestet und sechs davon zusätzlich mit dem Original verglichen. Unter den Testprodukten waren Konfitüren, Joghurts, Schokolade, Getränke und Süßstofftabletten.
Fazit der Tester: Wer es gern süß hat, dabei aber auf Kalorien achten will, für den ist der Wechsel auf die Stevia-Variante schon in Ordnung. Etliche Produkte haben allerdings geschmackliche Mängel, sind überteuert oder stevia-getarnte Kalorienbömbchen.
Ganz zuckerfrei waren die Testproben auch nicht: Viele Produkte enthalten neben Stevia-Süßstoff noch Zucker, Sirup oder andere Süßstoffe. Die Süße stammt je nach Produkt zu ca. 10 bis 100 Prozent aus Steviolglykosiden. Das liegt zum einen daran, dass die Hersteller nur eine begrenzte Menge des Stevia-Süßstoffs verwenden dürfen, zum anderen würden Produkte nur mit Stevia-Süße nicht schmecken.
Für Figurbewusste lohnt sich der Griff zu Stevia-Produkten in der Regel schon. Sie enthalten im Vergleich zum Original überwiegend ein Viertel (zum Beispiel 'Bauer Balance Erdbeere' mit Stevia) bis die Hälfte (wie 'Fritz-Kola' mit Stevia) weniger Kalorien. Die Ausnahme war ein mit Stevia gesüßtes Getränk ('Lipton Ice-Tea Green' mit Stevia), das nur 5 kcal pro Flasche weniger hatte als das Original. Ein echtes Kalorienbömbchen mit Stevia-Tarnung!
Stevia-Geschmack ist gewöhnungsbedürftig
Geschmacklich ist bei Stevia-Produkten noch Luft nach oben: Sie schmecken oft weniger aromatisch und sind nicht so intensiv süß wie das Original, haben aber meist einen leicht bitteren Nachgeschmack oder hinterlassen ein kratziges, stumpfes Mundgefühl. Doch darüber sollte sich jeder ein eigenes Urteil bilden, denn trotz dieser Schwächen haben Stevia-Produkte viele Vorteile.Einen überwiegend positiven Eindruck hinterließen der Movenpick Caffè Colombia Freddo mit nur 14 Gramm Zucker im Becher. Der ohnehin bittere Kaffee überdeckte die bitteren Stevia-Noten. Ohne geschmackliche Mängel empfanden die Tester den Andechser Natur Stevia Bio-Joghurt.
Auch die Stevia-Variante der Fritz-Kola kam gut an, weil sie nur noch die Hälfte der Kalorien mitbrachte. Die Tester vermissten allerdings die Zitrusnote des Originals und bemängelten ein leicht stumpfes Mundgefühl.
Negativ fielen neben dem bereits erwähnten Ice Tea auch die Marmeladen Zentia Leichte Früchte und Schwartau Wellness Erdbeere auf: Zwar gibt's rund ein Drittel weniger Zucker, aber auch einen bitteren Nachgeschmack. Und wer will schon Bitterheit bereits beim Frühstück?













