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Hilfe für Strahlen-Opfer Berik

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Die bewegende EXTRA-Reportage über die Opfer der Atombombentests in Semipalatinsk in Kasachstan hat eine enorme Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. EXTRA-Reporter Jenke von Wilmsdorff reiste noch einmal in das 6000 Kilometer weit entfernte Semipalatinsk, wo in manchen Dörfern die Strahlung heute noch 400-mal höher ist, als empfohlen. Denn dort wartete ein ganz besonderer Auftrag auf ihn. Nachdem er zahlreiche Spenden übergeben konnte, flog er nicht allein nach Deutschland zurück. Der stark entstellte 36-jährige Berik und dessen Mutter Sinelchan nahmen die 20-stündige Reise nach Frankfurt auf sich, um Beriks sehnlichsten Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen: Dank einer OP in der Adickes-Privatklinik soll er endlich wieder etwas sehen können und von den enormen Wucherungen in seinem Gesicht befreit werden.

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Nach sechs Stunden OP war es geschafft. Der Chirurg: "Die Operation ist gut gelaufen, so wie wir uns das vorgestellt haben. Wir konnten alle großen Tumore im Gesicht entfernen und es ist uns gelungen, die gesunde Haut zu bewahren und einen Großteil der kranken Haut zu ersetzen." Kaum aus der Narkose erwacht, bedankte sich Berik bei dem OP-Team mit den Worten: "Thank you! Grazie! Danke!" Noch muss Berik für einige Tage in der Klinik bleiben, doch pünktlich zum Weihnachtsfest wird "Extra"-Reporter Jenke von Wilmsdorff Mutter und Sohn wieder in die Heimat begleiten.

Jenke von Wilmsdorff: "Das war für mich als Reporter eine ganz besondere Erfahrung, weil man nicht nur beobachtet, sondern wirklich etwas bewegen kann. EXTRA wird Berik weiterhin begleiten und gemeinsam mit der Gomel-Hilfe (www.gomel-hilfe-bochum.de) versuchen, weitere Hilfsmaßnahmen für die Strahlenopfer in Semipalatinsk zu organisieren."

Berik ist mittlerweile umgezogen, mit seiner Mutter. Zurück in die Stadt. Die Gegend ist nicht schön, aber bezahlbar. Und Berik hat zumindest die Chance auf Sozialkontakte, die er in seinem Dorf nicht hatte.

Nach zweihundert Knochenbrüchen kann der achtjährige Valikhan weder stehen noch gehen. Er muss gebettet werden, wie ein rohes Ei. Nur so hat er keine Schmerzen, nur so können ihn seine Eltern vor weiteren Knochenbrüchen schützen. Doch selbst das Ruhigstellen hat schwere Nebenwirkungen: Die Knochen bauen sich von selbst wieder ab, mangels Bewegung. Die Glasknochenkrankheit ist eine seltene Erberkrankung und nach der Meinung von Valikhans Eltern bei ihrem Sohn die Folge der jahrelangen Atombombenversuche in ihrer Stadt.

Ein Teil des Spendengeldes wird für eine knochenhärtende Therapie ergänzt durch eine regelmäßige Krankengymnastik verwendet. Über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren, empfehlen die Ärzte. Vielleicht lernt Valikhan in diesem Zeitraum das Krabbeln und wird so ein bisschen eigenständiger. Nach diesen zwei Jahren werden die Ärzte neu entscheiden. Vielleicht auch über eine Operation. Um Valikhan und alle anderen Opfer aus unseren Beiträgen kümmert sich ab sofort die GOMEL Hilfe Bochum eigenverantwortlich. Mit ihrer großen und jahrelangen Erfahrungen als Hilfsorganisation.
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