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In den Fängen von Loverboys

09.12.11 14:04
In den Fängen von Loverboys

In den Fängen von Loverboys

Eine kaputte, verkaufte Jugend - wegen Männern, die man „Loverboys“ nennt. Sie sind Zuhälter, die Minderjährige auf den Strich schicken. Wer einmal in ihren Fängen ist, kommt fast nicht mehr von ihnen los. "Ein Loverboy spielt dem Mädchen die große Liebe vor, entfremdet sie von ihrem Umfeld und zwingt sie schließlich zur Prostitution und anderen Straftaten", erklärt Kriminalhauptkommissarin a.D. Bärbel Kannemann.

Estella Kempen hat ein Lied geschrieben - ein Lied für ihre Tochter Mowitha, die seit dem 05. November 2009 verschwunden ist. "Hey meine wunderschöne Tochter", singt sie im Text, "mein schönes Mädchen, bitte kehre zurück zu mir. Denn hier gehörst du hin." Mowitha ist bei ihrem Loverboy, einem 15 Jahre älteren Mann, der das Mädchen hörig gemacht hat, als Mowitha gerade 13 Jahre alt war. Alles beginnt vor ihrer Schule. "Sie hat sich sehr in diesen Jungen verliebt. Später hat er zugegeben, dass er Sex mit ihr hatte und ihr Drogen gegeben hat", sagt Estella Kempen. Weil Mowitha bereits hörig ist, sagt sie bei der Polizei nicht gegen diesen Mann aus. Anzeigen verlaufen im Sand. Das Mädchen verschließt sich immer mehr, ist fest in den Händen des Loverboys.

Mowitha ist blind vor Liebe. Bis sie unter Drogen von mehreren Männern gleichzeitig vergewaltigt wird. Sie vertraut sich ihrer Mutter an, doch trotzdem geht sie wenig später immer wieder zurück zu ihrem Loverboy. Sie lässt die Schule schleifen und wird immer häufiger von der Polizei aufgegriffen. Da ist sie gerade mal 15 Jahre alt. Die Familie Kempen wechselt den Wohnort, zieht von Venlo nach Maastricht. Mowitha nimmt an einem speziellen Therapieprogramm in Indien teil, verbringt ein halbes Jahr im Ausland. Kurze Zeit später, Mowitha ist 16 Jahre alt, verfällt sie einem anderen Zuhälter aus derselben Szene. Zu ihrem eigenen Schutz lassen ihre Mutter und ein Gericht Mowitha Wittmer dann in ein geschlossenes Jugendheim zwangseinweisen. Doch am 5. November vergangenen Jahres flieht Mowitha von dort. Mitten in der Nacht über Stacheldrahtzäune wieder zu ihrem Zuhälter.

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Wenn Sie einen Hinweis haben, wo sich Mowitha oder ein anderes Loverboy-Opfer aufhalten könnte, dann wenden Sie sich an: explosiv@rtl.de

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