Massenvergewaltigung: Inder empört - Polizist stirbt nach Protesten

25.12.2012 | 19:50
Indien, Massenvergewaltigung, Proteste, Polizist tot Die Proteste gegen eine Massenvergewaltigung in Indien dauern an. Am Dienstag starb ein Polizist, der bei den Demonstrationen verletzt worden war.

Demonstrationen dauern an - Opfer in "kritischem Zustand"

Ein abscheuliches Verbrechen erregt in Indien weiterhin die Gemüter. In der Hauptstadt Neu Delhi kam nach gewalttätigen Proteste gegen eine Massenvergewaltigung jetzt ein Polizist ums Leben. Der 46-Jährige, der bei den Demonstrationen verletzt worden war, erlag in einem Krankenhaus seinen Verletzungen. Offiziellen Angaben zufolge wurden bei den Ausschreitungen 78 Polizisten und 60 Zivilisten verletzt. Bei ähnlichen Demonstrationen hatte die Polizei im Bundesstaat Manipur zuvor einen Journalisten erschossen.

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Die Proteste dauerten unvermindert an. Erneut sperrte die Polizei Straßen im Zentrum von Neu Delhi und schloss mehrere U-Bahnstationen. Zum wiederholten Male versammelten sich Demonstranten, um ein schnelles Verfahren gegen sechs Männer zu fordern, die vor rund einer Woche eine 23-jährige Frau in Neu Delhi brutal missbraucht haben sollen.

Die 23-Jährige war mit einem Freund in einen privaten Bus gestiegen. Dort vergewaltigten schlugen die sechs Insassen die junge Frau, schlugen sie und ihren Begleiter mit einer Eisenstange. Fast eine Stunde missbrauchten sie die wehrlose Frau. Das Opfer ist inzwischen mehrmals operiert worden, teilten die Ärzte mit. Ihr Zustand sei immer noch kritisch.

Bildquelle: dpa bildfunk
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