Künstler fordern: Deutschland muss sich für Palästinenser einsetzen

Offener Brief von 350 Kunstschaffenden

Mehr als 350 Kulturschaffende in Deutschland haben in einem offenen Brief zum Gaza-Krieg Bundesregierung und Bundestag aufgefordert, sich für den Schutz der palästinensischen Bevölkerung einzusetzen. Vertreter der Koalition, des Bundestag und des europäischen Parlaments sollten ihren Einfluss auf die israelischen Entscheidungsträger geltend machen und diese zu einem Rückzug der israelischen Armee und zur Aufhebung der Blockade des Gazastreifens bewegen, heißt es in einem Schreiben.

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Nina Hagen hat den Aufruf unterschrieben.
Nina Hagen ist eine von 350 Kulturschaffenden, die den Aufruf unterschrieben haben. © dpa, Armin Weigel

Unterzeichnet wurde der bereits am 1. August verfasste Aufruf von Schriftstellern, Filmemachern, Musikern, Regisseuren, Schauspielern und Journalisten. Dazu zählen Luk Perceval, Werner Ruzicka, Ingo Schulze, Vera von Lehndorff, Nina Hagen, Rupert Neudeck, Schorsch Kamerun, Olga Grjasnowa, Stefan Kaegi, Erica Fischer und Kai Schumann.

"Wir fordern, dass Sie Ihren - dank der engen Kooperation mit Israel - bedeutenden Einfluss geltend machen und Ihrer Verantwortung nachkommen", verlangen die Künstler und Autoren von den deutschen Politikern. So müssten sich die israelischen Truppen sofort vollständig aus Gaza zurückziehen. Die Mahner fordern zudem die "definitive Einstellung jeglicher Angriffe aus der Luft oder vom Boden auf die Zivilbevölkerung" sowie die Öffnung der Grenzübergänge Gazas für Waren, Hilfsgüter und Menschen.

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