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Alles was zählt

Jacob Weigert - ein sexy Neuzugang bei AWZ

Jenny Bach stellt einen neuen AWZ-Kollegen vor

Hallo? Wer ist dieser schicke Typ an der Seite von Jenny Bach? Wird ihre Serienfigur Julia demnächst einen neuen Lover bekommen?

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Nicht ganz. Der neue AWZ-Schauspieler Jacob Weigert, der ab dem 28. März 2014 in der Serie zu sehen sein wird, spielt den Marketingleiter einer großen Stylingfirma namens Sascha Frey. Die Firma engagiert Julia für eine Werbekampagne, bei der sie das Gesicht einer neuen Produktlinie werden soll. Sascha ist attraktiv, charmant und – bedingt durch seinen Job - immer top gestylt. Ob zwischen Julia und ihm mehr sein wird als nur ein beruflicher Kontakt, lassen wir zunächst mal offen …

Schauspieler Jacob Weigert ist bekannt aus der TV-Serie „Anna und die Liebe“. Darüber hinaus spielte er Theater und verlieh Hörbüchern seine Stimme, zuletzt „Fack Ju Göhte“, dem Hörspiel zum Film. Wir haben ihn im Interview.

Jacob Weigert im Interview

Du spielst bei AWZ den Marketingleiter einer großen Stylingfirma. Wie viel Wert legst du selbst auf Styling, Marken und Look?

Oh, gar keinen! Überhaupt keinen Wert. Ich finde es sogar wahnsinnig, wie tief viele Menschen im Mode- und Konsumwahn verloren sind. Ich selbst kaufe Dinge ausschließlich, weil sie MIR gefallen und hinterfrage mich regelmäßig, was ich eigentlich brauche und ob es eine Wirkung bei meinen Mitmenschen hat. Begegne ich Menschen, die mich anhand meines Handys, meiner Mode oder vermeintlichem Besitz erschätzen möchten, halte ich das Gespräch sehr knapp.

Du wurdest bei einer Soap-Wahl zum „Sexiest Man“ gewählt und hattest das Image eines smarten Sonnyboys. Lebt es sich gut mit diesem Image - und wie ist dein wahres Ich?

Na klar komme ich nicht umhin, mich über ein höfliches Kompliment zu freuen, doch eigentlich bin ich das Gegenteil von einem Sonnyboy, mich interessieren generell eher Inhalte als der Schein. Mein wahres Ich schwankt zwischen laut und leise, außen und innen, zwischen dem Clown, der alle unterhalten und glücklich machen möchte und dem schüchternen jungen Mann.

Du hast gleichermaßen viele TV- und Theater-Rollen gehabt. Was gefällt dir besser und warum?

Ach, beides ist so schön und auch so schrecklich. (lacht) Der Film hält so viel länger, lässt sich Jahre später betrachten und erreicht viel mehr Menschen, aber die Arbeit daran ist so viel kurzlebiger. Im Theater geht es wochenlang um ein paar Seiten Text, um diesen einen magischen Abend, dem alle entgegenfiebern, an dem das fertige Werk dem Publikum vorgestellt wird, in der zittrigen Hoffnung, es erreicht die Herzen. Und bei den nächsten Vorstellungen gibt es immer wieder neue Chancen. Was wohl besser ist? Eine schwere Frage, die ich hoffentlich nie beantworten werden kann!

Was war deine krasseste Theaterrolle bis jetzt?

Oha, da war `ne Menge Krasses! Vielleicht ein Perverser in Windeln mit Text von Elfriede Jelinek, oder nein, neulich: Ein junger Mann, der an der Oberflächlichkeit der Menschen und dem Konsumwahn verzweifelt, kein Mensch mehr sein möchte, sich von der Gesellschaft lossagen und nackt - ja nackt! - auf einem Schrottplatz leben möchte. Das Stück hieß "Ratten jagen" von Peter Turrini.

Was wird als nächstes kommen?

Ich arbeite in meinem Beruf, erlebe Projekt nach Projekt, mal etwas Kurzweiliges, mal suche ich die große Kunst und den Kampf mit dem Projekt, lerne. „Der ganz spezielle Hamlet“, der seit nunmehr sieben Jahren läuft, kommt im März wieder nach Hamburg, ich darf zu Gast sein bei „Alles was zählt“, sitze im Hörbuchstudio, lese Seite um Seite und werde bald wieder für eine kleine Bühne ein Stück probieren.

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AWZ-Folge vom 23.09.2016

Richard und Ben müssen Abschied nehmen