Italien-GP: Vettel in Monza eine Klasse für sich

Den Herausforderern von Sebastian Vettel muss Angst und Bange werden. Im 2. Freien Training zum Großen Preis von Italien fuhr der Red-Bull-Pilot eine Traumrunde und war mit großem Abstand der Schnellste. Der Weltmeister fuhr in 1:24,453 Minuten Bestzeit auf dem Autodromo Nazionale in Monza. Teamkollege Mark Webber folgte mit 0,623 Sekunden Rückstand auf Platz 2.

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Kimi Räikkönen und Romain Grosjean belegten zeitgleich die Plätze 3 und 4. Gegen Sebastian Vettel waren die Lotus-Piloten chancenlos © dpa, Valdrin Xhemaj

Kimi Räikkönen und Romain Grosjean bewegten sich zumindest noch auf Webbers Niveau. Die Lotus-Piloten fuhren kurioserweise exakt die gleiche Rundenzeit und belegten die Plätze 3 und 4 (+ 0,663). Dahinter folgten Fernando Alonso und Lewis Hamilton, die sich wie Räikkönen noch Hoffnung machen, Vettel auf dem Weg zum 4. Titel abfangen zu können. Ferrari-Star Alonso fehlten 0,877 Sekunden auf Vettel, Mercedes-Mann Hamiltons Abstand auf Rang 1 betrug 0,887 Sekunden.

Auch mit vollen Tanks ist Vettel nicht zu stoppen

Angesichts der Dominanz des Titelverteidigers im Königlichen Park in Monza erscheint es unwahrscheinlich, Vettel auf dem Weg zu WM-Titel Nummer 4 stoppen zu können. Der Hochgeschwindigkeits-Kurs gilt eigentlich als Paradestrecke für Ferrari und Mercedes, sodass beide Teams planen, in Monza Boden auf Vettel gutzumachen.

Dieser Plan wird jedoch kaum aufgehen, denn nicht nur auf eine schnelle Runde, sondern auch bei den Longruns war Vettel im 2. Training eine Klasse für sich. Mit vollen Tanks war der 26-Jährige ebenfalls eine Sekunde schneller als seine Rivalen. Gegenüber Teamkollege Webber betrug der Vorsprung eine halbe Sekunde.

Selbst Vettel war diese Dominanz unheimlich: "Das war überraschend. Es war ein guter Freitag, das Auto scheint ganz gut zu funktionieren, gut zu liegen. Ich glaube, ich komme ganz gut zurecht. Es ist wichtig, dass das Auto auch mit wenig Flügel gut funktioniert, und das scheint heute der Fall gewesen zu sein. Aber wir dürfen uns davon nicht blenden lassen. Es gibt noch zwei, drei Sachen, an denen wir arbeiten müssen, damit wir auch im Qualifying gut sind sowie auch am Sonntag im Rennen."

Im teaminternen Mercedes-Duell musste sich Nico Rosberg erneut seinem Stallgefährten Hamilton geschlagen geben - wenn auch sehr knapp. Rosberg wurde Siebter und war 27 Tausendstel langsamer als der Engländer. Adrian Sutil, der im 1. Training sein Cockpit James Colado hatte überlassen müssen, landete in der 2. Session auf Rang 13 (+ 1,575). Nico Hülkenberg hatte mit Getriebeproblemen an seinem Sauber zu kämpfen. Mehr als Rang 16 (+ 1,932) war nicht drin.