Holland: Mobbing - 15-Jährige wirft sich vor Zug

Fleur (15) sah offenbar keinen Ausweg

Ein neue Mobbing-Tragödie erschüttert Holland: Innerhalb von nur zwei Monaten hat dort eine zweite Schülerin Selbstmord begangen, weil sie sich schikaniert fühlte. Vor den Augen ihrer Mitschüler warf sich die 15-jährige Fleur in Meppel (knapp 100 Kilometer nordöstlich von Amsterdam) vor einen Zug. Nun wollen die Eltern des Mädchens gemeinsam mit der Schule gegen Mobbing vorgehen.

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Fleurs Eltern haben den Abschiedsbrief ihrer Tochter der Schule überlassen. Darin nennt sie Namen ihrer Peiniger. Und nicht nur das: Vor drei Jahren hatte Fleur einen Poesie-Wettbewerb gewonnen - mit einem Gedicht über Mobbing. Darin heißt es:

"Auf meiner früheren Schule

bin ich sehr schikaniert worden.

Ich war anders als die anderen,

anders als der Rest (...)

Es begann als ein Spiel.

Es lief aus der Hand.

Und endete für mich in einer Hölle."

Der Fall erinnert an die Tragödie um die gleichaltrige Amanda Todd aus Kanada: Jahrelang war sie im Internet gemobbt worden, rief mit einem Video stumm um Hilfe. Im Oktober beging Amanda Selbstmord.

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