Fukushima: Hunderte Liter verseuchtes Wasser ausgetreten

03.10.2013 | 09:52
Wegen einer Fehleinschätzung lief im AKW Fukushima ein Tank mit radioaktivem Wasser über. Weil ein Arbeiter des Atomkraftwerks Fukushima das Fassungsvermögen falsch einschätze, lief ein Tank mit radioaktiven Wasser über.

Arbeiter hatte sich verschätzt

Im japanischen Unglücks-AKW Fukushima hat es die nächste Panne gegeben: Laut der Betreiberfirma Tepco schätzte ein Arbeiter der Atomanlage das Fassungsvermögen eines Tanks mit radioaktivem Wasser falsch ein, sodass dieser überlief. Über einen Zeitraum von etwa zwölf Stunden sollen mehrere hundert Liter Wasser ausgetreten sein. Wahrscheinlich sei verseuchtes Wasser in den Pazifik gelangt.

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Ein Regierungssprecher sagte, der erneute Zwischenfall zeige, dass Tepcos Bemühungen zur Bewältigung der Krise unzureichend seien. Die Regierung werde sich daher um das kontaminierte Wasser kümmern. Einzelheiten nannte er nicht. Er gehe davon aus, dass die Lage wieder unter Kontrolle sei.

Pannen häufen sich

Es ist bereits das zweite Mal binnen weniger als zwei Monaten, dass kontaminiertes Wasser aus den Reaktoren ins Meer floss. Das Wasser wird zur Kühlung der geschmolzenen Brennstäbe verwendet und dann in den Tanks aufgefangen.

In dem Atomkraftwerk 200 Kilometer nördlich von Tokio kam es im Frühjahr 2011 nach einem Erdbeben und einem Tsunami zur Atomkatastrophe. Tepco steht wegen seines Krisenmanagements heftig in der Kritik. Der Firma wird vorgeworfen, das Ausmaß der Katastrophe zu vertuschen und die Öffentlichkeit nur häppchenweise zu informieren.

Bildquelle: dpa bildfunk
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