Sa | 26.08. | 13:00

Formel 1: So schätzt Nico Rosberg die Chancen von Sebastian Vettel und Ferrari ein

May 28th 2017, Monaco; F1 Grand Prix of Monaco Race Day; Sebastian Vettel - Scuderia Ferrari wins the Monaco GP chats with Nico Rosberg xLeannexBoonx PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxSWExNORxDENxFINxONLY ActionPlus11884987May 28th 2017 Monaco F1 Grand
Nico Rosberg durfte Sebastian Vettel beim Monaco-GP zum Sieg gratulieren. © imago/Action Plus, Leanne Boon, imago sportfotodienst

Tadel, aber auch Lob vom Weltmeister: Nico Rosberg hat Formel-1-Spitzenreiter Sebastian Vettel ein wechselhaftes Sommerpausen-Zeugnis ausgestellt. Im WM-Kampf sieht er sein altes Mercedes Team gegen Ferrari klar im Vorteil.

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Vettels "dicke Haut" auch eine Stärke

"Man weiß es ja von ihm, dass er seine Emotionen nicht im Griff hat. Letztes Jahr hat er in Mexiko den Rennleiter über Funk beschimpft. Aber in der Extremität hat es mich dann doch überrascht", bescheinigte der zurückgetretene Champion Vettel im Interview mit der 'Sport Bild' eine Gefühlsschwäche und bezog sich auf den Baku-Rammstoß des viermaligen Weltmeisters gegen Lewis Hamilton.

Aber der Diplomat Rosberg wäre nicht Rosberg, wenn er aus genau diesem Verhalten nicht auch ein Lob für den Ferrari-Star ableiten könnte. Vettels "dicke Haut die Konsequenzen eines solchen Handelns zu tragen, das ist auch eine Stärke von Sebastian. Kurzfristig und in dem Moment mag das schwach wirken – über eine ganze Saison hinweg kann diese Abgebrühtheit den Unterschied machen. Der Grundcharakter ist allen Widerständen zum Trotz auf Sieg gepolt – das kann nicht schaden."

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Rosberg glaubt nicht an Ferrari

Im Titelkampf mit seinem Ex-Team Mercedes räumt der 32-Jährige seinem Landsmann trotz dessen WM-Führung nicht viele Chancen ein. Zwar habe die Scuderia im vergangenen Winter einen exzellenten Job gemacht, von dem die Roten noch immer profitierten. Die Phase nach der Sommerpause werde aber "ein Entwicklungsrennen", so Rosberg: "Da tue ich mich schwer zu glauben, dass Ferrari mithalten kann."

Er habe schon nach dem Ferrari-Debakel von Silverstone gedacht, dass der rote Ofen aus sei. "Dass Ferrari in Ungarn noch mal so zurückgeschlagen hat, hat mich überrascht", gestand Rosberg. Der F1-Rentner rechnet aber schon beim ersten Rennen nach der Sommerpause in Belgien mit einem völlig anderen Kräfteverhältnis. Der Hochgeschwindigkeits-Kurs in Spa müsste wieder "voll die Mercedes-Strecke sein. Da dürfte Ferrari kaum eine Chance haben."