Ferrari-Boss Sergio Marchionne gesteht: Hätte das Team früher austauschen müssen

SPIELBERG, AUSTRIA - JUNE 21:  Ferrari Team Principal Maurizio Arrivabene speaks with Fiat CEO Sergio Marchionne in the paddock before the Formula One Grand Prix of Austria at Red Bull Ring on June 21, 2015 in Spielberg, Austria.  (Photo by Clive Mas
Ferrari-Boss Sergio Marchionne zusammen mit Teamchef Maurizio Arrivabene. © Getty Images, Bongarts

Rund sechs Wochen vor der Präsentation des neuen Formel-1-Boliden am 24. Februar hat Ferrari-Chef Sergio Marchionne eigene Fehler in der Vergangenheit eingestanden. Nachdem er im Oktober 2014 den Posten von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo übernommen hatte, habe er zu spät die Struktur des Teams geändert.

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"Mercedes leistet großartige Arbeit"

"Ich habe das Team zu spät gewechselt, doch ich habe es aus Respekt vor der Mannschaft getan", sagte Marchionne laut 'Corriere dello Sport' beim Autosalon in Detroit: "Hätte ich das Team bereits 2015 gewechselt, wäre das Jahr 2016 wahrscheinlich anders verlaufen."

Der Manager lobte stattdessen das Weltmeisterteam Mercedes. "Sie leisten weiterhin eine großartige Arbeit. Sie sind vielleicht nicht sympathisch, sie sind aber sehr gut. Die Wahrheit ist, dass wir uns mehr konzentrieren müssen, um Mercedes einzuholen", so Marchionne.

Am neuen Ferrari wird mit Hochdruck gearbeitet

Das Team arbeite mit Blick auf die Präsentation des neuen Autos unter Hochdruck. "An Weihnachten hat es nur zwei Tage Pause gemacht. Das Auto ist okay, aber wir warten ab, was auf der Rennstrecke geschieht. Die Arbeit, die wir in Bezug auf Motor und Aerodynamik leisten, ist enorm", betonte der 64-jährige Italiener.

Nach einer enttäuschenden Saison 2016 steht Ferrari unter Druck. Mit der Regelreform für 2017 hofft das Traditionsteam wieder auf Erfolge. Autos und Reifen werden in der kommenden Saison deutlich breiter.