Ferrari bläst zum Angriff - Webber adelt Vettel

26.01.2016 | 09:07
Kimi Räikkönen, Ferrari Durfte im neuen Jahr die ersten Runden im Ferrari drehen: Kimi Räikkönen.

Gerade erst Ende Januar, und schon räkelt sich die Formel 1 aus dem Winterschlaf: Mit den Regenreifentests in Le Castellet nehmen die Teams wieder Fahrt auf, allen voran Ferrari. Die Scuderia will Mercedes endlich den Rang ablaufen und die WM spannend machen.

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Es waren ungewohnte Szenen, die sich am Montag in Le Castellet abspielten. Bevor Kimi Räikkönen, Daniel Ricciardo und Stoffel Vandoorne auf der Teststrecke Paul Ricard ihre Arbeit aufnahmen, wurde der Asphalt in Südfrankreich erst einmal ordentlich unter Wasser gesetzt, allerdings nicht, um die Piloten zu ärgern, sondern um die Pirelli-Pneus besser abzustimmen.

"Wir sind lange nicht gefahren, das ist gut für Reifenhersteller Pirelli und für uns, wir können hier gut was lernen", sagte Ferrari-Pilot Räikkönen, der hinter seinem Red-Bull-Kollegen Ricciardo und McLaren-Testfahrer Vandoorne zwar am langsamsten unterwegs war, danach aber schon die Frage beantworten musste, ob die 'Roten' ein Titelkandidat sind. "Ja klar wollen wir auch siegen, aber es ist noch viel zu früh, darüber zu reden. Wir brauchen ja erst noch das neue Auto und dann kann man sehen."

Während der 'Iceman' noch zurückhaltend ist, bläst Ferrari-Boss Sergio Marchionne schon vor dem Auftakt in Melbourne (20. März, live bei RTL) zum Angriff. Beim mit Spannung erwarteten Australien-GP sollen Räikkönen und Vettel den ersten Schritt auf dem Weg zum WM-Titel machen - mit der Hilfe eines Mannes, der weiß, wie es geht: Jock Clear. Der 52-jährige Ingenieur arbeitete jahrelang für Mercedes, nun soll er den Traum der Tifosi wahr machen und Ferrari zum Weltmeister-Team formen.

Der große Hoffnungsträger ist aber natürlich Vettel, der aktuell ausgerechnet von Erzfeind Mark Webber ganz viel Honig um den Mund geschmiert bekommt. "Er hält das ganze Team zusammen und schafft es immer, Schwächen auszumerzen. Er ist außergewöhnlich in diesen Dingen", lobte der ehemalige Teamkollege und prophezeite: "Vettel ist spitze, wenn es darum geht, ein Team nach vorne zu bringen - und ich denke, dass wird ihm mit Ferrari auch bald gelingen."

WM-Stand 2016

Ganzer WM-Stand
Platz Fahrer Team Land Punkte A B S S C C C B R S H H C A M S S C A A Y
1 GER N. Rosberg MER GER 141 25 25 25 25 A 6 10 25 - - - - - - - - - - - - -
2 GBR L. Hamilton MER GBR 117 18 15 6 18 A 25 25 10 - - - - - - - - - - - - -
3 GER S. Vettel FER GER 96 15 A 18 A 15 12 18 18 - - - - - - - - - - - - -
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