Erster Unterricht nach Amoklauf in Newtown

03.01.2013 | 20:37
Newtown Amoklauf USA Waffen Ab heute gehen die Überlebenden des Newtown-Amoklaufs wieder zur Schule.

Schüler und Lehrer weichen auf andere Schule aus

Nach dem Amoklauf in Newtown haben die überlebenden Schüler und Lehrer wieder den Unterricht aufgenommen. Die Kinder werden bis auf weiteres an der Chalk Hill Middle School im rund 15 Kilometer von Newtown entfernten Städtchen Monroe unterrichtet, berichteten US-Medien.

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Das Übergangsquartier sei extra neu gestrichen worden. Außerdem seien neue Möbel hineingestellt und die Rucksäcke und persönliche Gegenstände der Kinder aus der Sandy-Hook-Schule hinübergeholt worden.

Zeitgleich starten acht Schulen in New Jersey ein neues Schutzprogramm. Bewaffnete Polizisten sollen in den nächsten 90 Tagen die Eingangsbereiche sichern. Bei dem Amoklauf in der Grundschule in Newtown hatte der Todesschütze Adam Lanza zehn Tage vor Weihnachten 20 Kinder, sechs Erwachsene und sich selbst erschossen. Ob in der Sandy-Hook-Grundschule jemals wieder Unterricht stattfindet, ist noch unklar.

Neue Daten des FBI deuten derweil auf eine starke Zunahme von Schusswaffenkäufen in den USA nach dem Massaker an der Schule in Connecticut hin. Im Dezember seien knapp 2,8 Millionen gesetzlich vorgeschriebene Zulassungsprüfungen ("background checks") vorgenommen worden, teilte die Bundespolizei mit. Dies sei ein Anstieg von 49 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – und ein neuer Rekord.

Insgesamt seien im vergangenen Jahr 19,6 Millionen Prüfungen vorgenommen worden, ebenfalls ein Rekord und eine Zunahme von 19 Prozent im Vergleich zu 2011. Die Prüfung durch das FBI ist seit 1998 landesweit eine Voraussetzung dafür, bei einem Händler eine Schusswaffe kaufen zu dürfen. Die Zahl der Waffenverkäufe selbst wird in den USA nicht erfasst.

Bildquelle: Reuters
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