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Deutschland sucht den Superstar

DSDS 2017: Das sagt "Scooter"-Star H.P. Baxxter im Interview über seinen Job als DSDS-Juror

H.P. Baxxter ist zum zweiten Mal Juror bei DSDS
H.P. Baxxter ist auch 2017 ein Teil der DSDS-Jury © RTL, Stefan Gregorowius

DSDS-Juror H.P. Baxxter im Interview

Auch in der 14. Staffel ist er wieder ein Teil der DSDS-Jury: "Scooter"-Frontmann H.P. Baxxter, heißt eigentlich Hans Peter Geerdes, stammt aus dem niedersächsischen Leer und kann mittlerweile auf eine 21-jährige Bandgeschichte zurückblicken, die mit vielen Auszeichnungen wie dem Echo, Comet, BRAVO Ehren-Otto sowie dem VIVA Platin Award als "All Time Most Played" gesäumt ist.

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Der "Scooter"-Frontmann über sein zweites Mal in der DSDS-Jury

Mit 23 Top-Ten-Hits, über 30 Millionen verkauften Tonträgern und weltweit über 90 Gold- und Platin-Awards sind "Scooter" Deutschlands erfolgreichste Band seit Einführung der Single-Charts. Kein Wunder also, dass H.P. Baxxter nun in der DSDS-Jury sitzt. Mit uns hat der Ausnahmekünstler über seinen Job als Juror von "Deutschland sucht den Superstar" 2017, seine Kollegen und seine Pläne für das neue Jahr gesprochen.

Sie sitzen schon das zweite Mal in der DSDS-Jury. Wie kam es dazu? 

H.P. Baxxter: „Ich war selbst auch etwas überrascht. Normalerweise wurde die Jury ja jedes Mal neu aufgebaut – außer Dieter natürlich. Aber ich habe mich echt gefreut, als die Anfrage kam. Mir hat es beim ersten Mal schon wahnsinnig viel Spaß gemacht. Zum einen ist es toll, auch mal etwas anderes zu machen als immer nur im Studio oder mit Scooter auf der Bühne zu stehen. Das ist zwar auch toll – aber so ist man mal in einer anderen Welt, kann die Musikbranche auch mal von außen betrachten und kommt mit anderen Musikrichtungen in Kontakt. Das hat mir echt viel Spaß gemacht. Zum anderen hat mir auch die Zusammenarbeit mit den anderen Juroren gut gefallen. Die Chemie hat einfach gestimmt. Mit Shirin hatten wir jetzt nur einen ganz kleinen Wechsel, und sie hat sich meiner Meinung nach auch gut eingefügt. Es passte von Anfang an sehr gut.“ 

Was erwartet die Zuschauer in der neuen Staffel? 

„Wie beim letzten Mal lautet das Motto auch dieses Jahr ‚No Limits‘. Das hat sich einfach bewährt. Wir haben eine riesige Bandbreite an unterschiedlichen Künstlern – sowohl vom Alter her als auch stilistisch. Es gibt aber auch Neuerungen in der Sendung. Zum Beispiel wird es im Recall noch weitere Jury-Castings geben. Das gab es noch nie und macht die Sache echt spannend. Auf der einen Seite für den Wettbewerb, weil plötzlich aus dem Off neue Kandidaten dazukommen können. So werden die anderen Kandidaten, die sich vielleicht schon in Sicherheit wiegen, noch einmal aufgemischt. Auf der anderen Seite ist es auch für die Sendung an sich gut, da so ein frischer Wind weht. Sonst sind die Kandidaten nur weitergekommen oder rausgeflogen, nun können immer noch welche hinzukommen. Das ist echt eine coole Sache.“ 

Der Recall findet dieses Jahr in Dubai statt. Waren Sie schon einmal dort? 

„Ich war mit Scooter mal in Dubai. Aber das ist bestimmt schon 12 Jahre her. Damals hatten wir eine Show in einer Tennisarena. Wir waren auch im Burj al Arab. Aber ich muss sagen, dass sich seitdem sehr vieles verändert hat. Ich hätte es kaum wiedererkannt. Was in der Zwischenzeit alles gebaut wurde…! Es gibt so viele neue Clubs, Bars und Restaurants. Das ist schon irre, was in Dubai los ist. Dubai ist mittlerweile ein echter Hotspot.“ 

Wie würden Sie sich als Juror beschreiben?

„Ich bemühe mich immer, auf mein Bauchgefühl zu hören. Mir geht es bei den Kandidaten nicht nur um die Technik oder, ob sie den Ton genau treffen. Es geht vielmehr darum, wie mir die Stimme beziehungsweise der Sound der Stimme gefällt. Löst der Kandidat mit seiner Stimme etwas in mir aus? Manche Kandidaten treffen jeden Ton und haben eine brillante Technik und trotzdem kommt gefühlsmäßig nichts bei mir an. Andere Kandidaten wiederum versemmeln den Ton, haben aber dennoch diesen gewissen Ausdruck oder Klang in der Stimme, der mich berührt. Das ist für mich das Wichtigste. Natürlich gibt es immer die Gefahr, sich durch die anderen Juroren mitreißen zu lassen. Wenn die anderen Drei in einem Kandidaten etwas sehen, das ich nicht sehe, frage ich mich auch mal, ob sie nicht vielleicht Recht haben. Ich versuche dann aber bei mir zu bleiben und darauf zu achten, was ich gehört und empfunden habe.“ 

Ist Ihnen aus den Castings etwas besonders in Erinnerung geblieben? 

„Bei den Castings ist natürlich wieder eine Menge passiert. Ich hatte auch wieder den einen oder anderen Lachkrampf, was ich eigentlich echt selten habe. Das erinnert mich dann immer sehr an die Schulzeit, wenn man in der Klasse saß und eigentlich nicht lachen durfte, weil es nicht angebracht war, aber man sich einfach nicht zurückhalten konnte. Im Casting ist mir das zum Beispiel bei einem russischen Sänger passiert, der sehr monoton gesungen hat. Aber auch in der Interaktion mit Dieter oder Michelle gab es viele lustige Momente.“ 

Gab es dieses Jahr einen Song, der besonders angesagt war? 

„Mich wundert immer wieder, dass sehr viele Songs ausgewählt werden, die gar nicht so brandaktuell sind. Wir haben aber darauf geachtet, dass bestimmte Songs, wie zum Beispiel ‚Lieblingsmensch‘ – den Song hatte Dieter in der letzten Staffel ja schon verboten - nicht zu oft gesungen werden.“ 

Nächstes Jahr feiert DSDS sein 15-Jähriges Jubiläum. Wie erklären Sie sich den Erfolg der Show? 

„Ich kann mir diesen langfristigen Erfolg nur so erklären, dass das Format, die Show und die Produktion mega professionell sind. DSDS ist super unterhaltsam. Außerdem liegt es auch an Dieter, der als Chef und Kopf der ganzen Truppe wie eine Maschine arbeitet und nie Ermüdungserscheinungen zeigt. Hut ab! Ich frage mich echt, wie man dieses Level über so viele Jahre halten kann – und dabei immer wieder neue Sprüche auf Lager hat. Natürlich tragen auch die vielen verrückten Kandidaten zu der guten Unterhaltung bei. DSDS ist nicht einfach nur ernst oder theoretisch. Es geht nicht nur um Musik, sondern DSDS geht auch mal über den Tellerrand hinaus. Ich denke, dass das alles zusammen den Erfolg der Show ausmacht.“

Welche Ratschläge können Sie als erfahrener Musiker den Kandidaten mit auf den Weg geben? 

„Ich muss ehrlich sagen, dass ich, was die Historie von Scooter angeht, echt froh bin, dass wir in den 90er Jahren unseren Durchbruch hatten. Da gab es noch die normalen Strukturen, mit denen ich aufgewachsen bin, wie zum Beispiel CD’s. Heute hat sich alles wahnsinnig verändert. In einigen Sachen steckt sicherlich auch eine Chance, vieles ist einfacher geworden. So kann man sich heutzutage viel leichter selbst promoten oder Sachen ins Netz stellen. Auf der anderen Seite gibt es dadurch aber auch eine große Vielzahl an Leuten, die das machen. Die Konkurrenz ist immens. Es ist nicht so leicht, sich da durch zu beißen. Daher sollte man versuchen, zu dem, was man spürt und will, zu stehen und rüberzubringen. Man sollte niemanden kopieren. Etwas kann nur dann gut sein, wenn es auch Originalität hat. Im besten Fall gibt es das in der Form noch gar nicht. Das ist mit Sicherheit nicht einfach, aber nur so hat man die Chance weit zu kommen, denke ich.“ 

Wie geht es bei Ihnen persönlich 2017 musikalisch weiter? 

​„Wir bereiten zur Zeit das nächste Album vor: ‚Wild and Wicked‘ heißt es, so wie auch unsere Jubiläums-Tour, mit der wir nächstes Jahr mit zwei Open-Air-Konzerten in Deutschland beginnen. Die sind in Leipzig und Mönchengladbach. 2018 feiern wir dann ‚25-Jahre-Scooter‘ und starten mit einer riesigen Tour. Wir fangen in Deutschland an und dann geht es weiter ins europäische Ausland.“ 

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