Ab 13.01 | 21:15

Ich bin ein Star - Holt mich hier raus

Dschungelcamp 2016: Thorsten Legat und Menderes Bagci legen emotionale Geständnisse ab

Emotionale Männergespräche am Dschungelcamp-Lagerfeuer

Bei "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus" ist wieder Lagerfeuer-Zeit. Am lauschigen Feuer ist auch mal Zeit für ein Männergespräch. Und so kommt es, dass Menderes Bagci Jürgen Milski und Thorsten Legat sein Herz ausschüttet und den beiden von seiner Kindheit erzählt. Doch nicht nur er hat gelitten. Auch Thorsten Legat wurde von seinem Vater tyrannisiert.

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Dschungelcamp-Kandidat Thorsten Legat: "Er hat meine Familie tyrannisiert"
Dschungelcamp-Kandidat Thorsten Legat hat volles Verständnis für Menderes und erzählt ihm, wie sein Vater die Familie tyrannisiert. © RTL, RTL/ Stefan Menne

Dschungelcamp-Kandidat Menderes Bagci ist froh im Camp zu sein, denn er fühlt sich dort wohler als in Deutschland. "Ich fühle mich hier freier irgendwie", erzählt er Mitcamper Jürgen Milski am Lagerfeuer. Der hat das auch schon bemerkt und bestätigt Menderes: "Das merkt man auch an deiner Art. Du blühst total auf. Du merkst, dass die Menschen, die hier mit dir sind, dich mögen." Für Menderes ist das Balsam für die Seele, denn hier lache keiner über ihn, sondern mit ihm – nicht wie zu Hause.

Im Dschungeltelefon gesteht Jürgen Milski, dass er das, was Menderes durchgemacht habe, selbst nicht gekonnt hätte. Am Anfang sei er ja nur eine Witzfigur gewesen und ist bei seinen Auftritten fertig gemacht worden, so der Ballermann-Star. Und auch Menderes nutzt die Chance, sein Leid im Dschungeltelefon zu klagen. "In Deutschland nimmt mich ja keiner ernst. Die meisten denken, ich bin ein Spinner, der nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Und ich bin unfähig überhaupt was im Leben zu erreichen."

Dschungelcamp-Kandidat Thorsten Legat: "Er hat meine Familie tyrannisiert"

Am Lagerfeuer spricht Menderes Bagci auch mit Thorsten Legat. Denn Menderes Eltern haben sich scheiden lassen als er klein war, berichtet die DSDS-Legende: "Es ist schwierig, wenn du keinen festen Halt in der Familie hast und dich nur noch auf dich verlassen musst. Mein Vater ist tot." Menderes erzählt, dass sein Vater 2008 zwei Tage vor Menderes' Geburtstag gestorben sei. Thorsten Legat möchte wissen, ob sie ein gutes Verhältnis hatten, was Menderes verneint: "Als ich ihn im Sarg gesehen habe, war ich einerseits wütend, aber auch traurig. Manchmal kannst du deine Gefühle nicht so kontrollieren.“

Dinge wie Geborgenheit seien in Menderes' Kindheit auf der Strecke geblieben: "Dass dir dein Vater oder deine Mutter sagt: 'Hey, mein Sohn, ich liebe dich, ich vermisse dich, ich bin stolz auf dich.' Wenn du das nicht bekommst, dann wirst du das dein Leben lang vermissen."

Dschungelcamp-Kandidat Thorsten Legat hat volles Verständnis für Menderes und erzählt ihm vom Missbrauch durch seinen Vater: "Er hat meine Familie tyrannisiert und geschlagen. Das Schlimmste für mich war, er hat sich missbraucht an mir." Menderes ist geschockt. "Ja, ich habe meinen Vater gehasst wie die Pest. Ich kam eines Tage hoch. Dann hat meine Mama weinend in der Ecke gesessen. Irgendwas hat mich gepackt. Dann hab ich meinen Vater niedergeschlagen – mit 15. Mein Vater hat ja alles versoffen", erzählt Thorsten Legat weiter.

Bei solchen Aussagen kommt sogar der weiche Kern vom Camp-Ältesten Rolf zum Vorschein: Mit den Worten "Ach Mensch, Kleener du" greift er nach Thorstens Arm um ihn zu trösten und hat gleichzeitig noch einen Tipp parat: "Weißt du, was gut ist? Hört sich vielleicht komisch an: Meditieren. Kann ich dir zeigen." Und tatsächlich nimmt Thorsten den Tipp des Camp-Opis gerne an.