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Burger King reagiert und schließt angeblich zwei Yi-Ko-Restaurants

04.05.2014 | 12:31
RTL-Reportage zum 'Burger-King'-Skandal schlägt hohe Wellen Burger King schließt angeblich zwei Yi-Ko-Restaurants.

'Burger-King'-Franchisenehmer Yildiz steht mit dem Rücken zur Wand

Die RTL-Enthüllungen über mangelhafte Hygiene in einigen 'Burger-King‘-Filialen haben hohe Wellen geschlagen. Nicht nur der Umsatz soll deutlich eingebrochen sein, auch zwei Filialen des umstrittenen Franchisenehmers Yildiz wurden angeblich geschlossen.

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Der Unternehmer Ergün Yildiz ist bei Gewerkschaften und Arbeitsgerichten nahezu gleichermaßen bekannt für die rigorose Bekämpfung unbequemer Mitarbeiter und Betriebsräte. Mit ungefähr jedem fünfzehnten seiner insgesamt über 3.000 Mitarbeiter liegt der größte deutsche Franchiser im Rechtsstreit. Doch nicht nur das. Auch die Hygiene in den Filialen des Unternehmers ist skandalös. Um den Kunden bereits abgelaufene Lebensmittel weiter als frisch verkaufen zu können, wird durch Umetikettierung die Haltbarkeit der rohen und verderblichen Ware einfach verlängert. Sogar Darmbakterien befanden sich zu Hauf in manchen Küchen.

Darauf reagiert nun auch 'Burger King‘: Mit dem Rücken zur Wand schickt der Fast-Food-Riese offenbar Kontrolleure zu dem selbständigen Lizenznehmer, der 90 Restaurants betreibt. "Aktuell sind bereits zwei Yi-Ko-Restaurants von unseren Spezialisten-Teams vorübergehend geschlossen worden, um die Missstände zu beheben", so ein Statement auf der 'Burger King‘-Homepage.

Viele Kunden machen einen weiten Bogen um 'Burger King'

RTL forscht nach und findet heraus: Alle Filialen, in denen undercover recherchiert wurde, sind bislang noch offen. Wo genau dicht gemacht wurde, wollte in der Münchner Zentrale von Burger King niemand sagen. "Wir haben 'Burger King' angeboten, mit uns zusammen zu arbeiten. Das wird überhaupt nicht wahrgenommen. Man kommuniziert über Facebook und das kann es ja nicht gewesen sein", so Undercover-Reporter Alexander Römer im Gespräch mit RTL.

Für die Kunden ein No-Go. Sie machen einen Bogen um die Restaurants und greifen im Netz zur Selbsthilfe. Denn dort floriert mittlerweile ein reger Austausch, wo man zufrieden war und wo nicht. "Die Kunden sind über die Zustände entsetzt, die Umsätze bleiben aus, spätestens jetzt muss transparent mit offenen Karten gespielt werden", sagt Tim Lubecki von der Gewerkschaft 'Nahrung-Genuss-Gaststätten'.

Bildquelle: dpa bildfunk
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