"Bürgerkriegsähnliche Zustände": IS-Konflikt schwappt nach Deutschland

09.10.2014 | 13:28
IS-Konflikt schwappt nach Deutschland Die Polizei versuchte in Hamburg das Konfliktpotential möglichst schnell im Keim zu ersticken.

Gewalt in mehreren Städten

Der IS-Konflikt schwappt nach Deutschland - und dabei gehen Salafisten und Kurden immer brutaler aufeinander los. In dieser Nacht gab es wieder heftige Ausschreitungen in Hamburg.

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Eine Machete, Äxte, Dönerspieße - ein ganzes Arsenal solcher Waffen sammelte die Hamburger Polizei nach der dritten Krawallnacht ein. Wieder sind Kurden und Islamisten aufeinander losgegangen.

"Das sind bürgerkriegsähnliche Zustände, die jetzt hier in Hamburg St. Georg auf die Straßen getragen worden sind, wofür glaube ich der Großteil der Bevölkerung kein Verständnis hat", sagt Joachim Lenders von der Deutschen Polizeigewerkschaft.

Gut 1.000 Kurden hatten zunächst friedlich gegen den IS und die türkische Armee demonstriert. Der Armee werfen die Kurden Untätigkeit vor.

Auch in Celle Krawalle

Nach dem offiziellen Ende der Demonstration zogen mehrere hundert Teilnehmer in den Stadtteil St. Georg. Dort trafen sie dann auf Salafisten und es kam zu Ausschreitungen. 1.300 Polizisten - viele aus anderen Bundesländern zusammengezogen - verhinderten mit ihrer Präsenz Schlimmeres. So wie in der Nacht zuvor, dort waren 14 Menschen teils schwer verletzt worden. Die Bilanz der vergangenen Nacht. Ein Verletzter, der von einem Stein am Kopf getroffen wurde.

Auch in Celle in Niedersachsen gab es in den vergangenen Nächten heftige Auseinandersetzungen zwischen hunderten jesidischen Kurden und muslimischen Tschetschenen.

Bildquelle: dpa bildfunk
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