Boston-Attentäter Zarnajew soll bereits 2011 getötet haben

23.05.2013 | 19:46
Die mutmaßlichen Boston-Attentäter, Dschochar (l.) und Tamerlan Zarnajew. Die beiden Brüder, Dschochar (l.) und Tamerlan Zarnajew, werden verdächtigt, den Terroranschlag in Boston geplant und verübt zu haben.

Komplize bei Verhör erschossen

Drei Menschen wurden beim Terroranschlag in Boston getötet, mehr als 250 verletzt. Doch nun kommen neue Details über den mutmaßlichen Bombenleger ans Licht. Das FBI will herausgefunden haben, dass der getötete Tamerlan Zarnajew vor einigen Jahren an einem Dreifachmord beteiligt gewesen sei. Das habe sein damaliger Komplize bei einem Verhör der US-Bundespolizei FBI gestanden, berichteten amerikanische Medien.

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Der Mordfall soll sich 2011 ereignet haben. Zarnajew und sein Freund haben den Angaben der TV-Sender NBC und CBS zufolge damals gemeinsam drei Menschen nach einem misslungenen Drogen-Deal umgebracht. Die Opfer waren mit aufgeschnittenen Kehlen inmitten von Marihuana und Geldscheinen gefunden worden. Während der Befragung habe der Komplize zahlreiche belastbare Angaben zu der Tat gemacht, berichtete das 'Wall Street Journal' unter Berufung auf mehrere Ermittler. Weitere Einzelheiten sind bisher nicht bekannt. Der 27-jährige Komplize wurde während der Befragung in seiner Wohnung am Mittwoch in Orlando (Florida) von einem Polizisten erschossen, weil er plötzlich gewalttätig geworden sei. Der Beamte sei verletzt worden, erklärte das FBI.

Tamerlan Zarnajew wurde kurz nach dem Terroranschlag auf den Boston Marathon im April bei einer Verfolgungsjagd von der Polizei erschossen. Der nun getötete 27-Jährige werde aber nicht verdächtigt, selbst in den Anschlag verwickelt gewesen zu sein, hieß es. Dagegen ebenfalls tatverdächtig ist der 19-jährige Dschochar Zarnajew, der jüngere Bruder Tamerlans, der nach dem Attentat schwer verletzt festgenommen wurde. Er sitzt in Haft.

Dschochar Zarnajew hatte nach US-Medienberichten in einem Bekennerschreiben erklärt, der Terroranschlag sei eine Vergeltung für die US-Kriege im Irak und in Afghanistan.

Bildquelle: dpa bildfunk
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