Belgien-GP: Vettel dominiert Auftakt nach der Sommerpause

23.08.2013 | 17:35
Sebastian Vettel im Red Bull Der Konkurrenz weit enteilt: Sebastian Vettel im Red Bull

Sebastian Vettel und Red Bull sind mit neuer Stärke aus der Sommerpause zurückgekehrt. Mit einer überlegenen Bestzeit am ersten Trainingstag schockte Vettel die Konkurrenz zum Auftakt des Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps. Einziger Wermutstropfen: Ein Plattfuß, der seinen Trainingseifer 20 Minuten vor Ende der Session stoppte.

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In 1:49,331 Minuten distanzierte der WM-Spitzenreiter seinen ersten Verfolger, Lotus-Pilot Kimi Räikkönen, um fast eine Sekunde. Der WM-Dritte Fernando Alonso hatte im Ferrari fast 1,2 Sekunden Rückstand. Lewis Hamilton, Sieger des letzten Rennens vor der Sommerpause und WM-Vierter, war in seinem Mercedes sogar 1,4 Sekunden langsamer als Vettel und verpasste als 12. die Top 10. "Wir haben noch einige Arbeit heute Abend vor uns, damit sich das Auto richtig anfühlt", meinte der Brite.

Räikkönen und Alonso landeten auf den Plätzen 6 und 7. Hamiltons Silberpfeil-Kollege Nico Rosberg sicherte sich als Neunter zwar einen Platz unter den besten 10, auf Vettel fehlten aber auch ihm 1,2 Sekunden. Im 1. Freien Training hatte sich Vettel bei leichtem Regen noch zurückgehalten und war mit knapp einer halben Sekunde Rückstand auf den Schnellsten Alonso nur auf Platz 6 gelandet. Doch als sich am Nachmittag die grauen Wolken über den Ardennen verzogen und die Sonnen die Piste abtrocknete, drehte der 26-Jährige auf.

Reifenschäden bei Vettel und Alonso

Einzig Mark Webber konnte das Tempo seines Red-Bull-Stallgefährten mitgehen. Der Australier kam als Zweiter bis auf 0,059 Sekunden an den Champion heran. Der Drittplatzierte, Romain Grosjean, hatte im zweiten Lotus bereits acht Zehntelsekunden Verspätung. Dahinter sicherten sich der zweite Ferrari-Fahrer Felipe Massa und Jean Vergne im Toro Rosso die Plätze 4 und 5.

Vollkommen glücklich war Vettel trotz seiner überlegenen Bestzeit dennoch nicht. Der Reifenschaden an seiner 'Hungry Heidi' kostete ihn wertvolle Testzeit, um seinen Dienstwagen für die Qualifikation am Samstag und das Rennen am Sonntag weiter in Form zu bringen. "Das Wichtigste ist, dass wir verstehen, warum er geplatzt ist", sagte Vettel anschließend. Er habe in der Runde nichts anders gemacht als in den Umläufen zuvor. Sein Gesamtfazit der ersten Trainingseinheiten nach den Ferien fiel aber positiv aus: "Alles in allem schaut es ganz gut aus."

Neben Vettel erlitt auch Alonso einen Reifenschaden. Das bestätigte der Motorsportchef von Reifenhersteller Pirelli, Paul Hembery. Er stellte aber klar, dass die beiden Defekte unterschiedliche Ursachen gehabt hätten. Bei Alonso traten zwei Löcher in der Lauffläche auf, bei Vettel scheuerte ein Teil des Autos den Reifen durch. Sorgen wie nach dem Reifenplatzer-Skandal von Silverstone scheinen daher unbegründet. Das sei "etwas komplett anderes", betonte Hembery.

Ohne Schaden, allerdings auch nicht sorgenfrei, kam Adrian Sutil durch den ersten Arbeitstag. Der 30-Jährige und sein Force-India-Kollege Paul di Resta konnten ihre Leistung aus dem 1. Freien Training nicht bestätigen.Auf der regennassen Strecke waren sie auf die Plätze 2 und 3 gerast. Im Trockenen reichtes es für Sutil nur zu Platz 11, zudem musste er sich wie schon am Vormittag di Resta geschlagen geben. Der Brite wurde 10. Der vierte deutsche Fahrer im Feld, Sauber-Pilot Nico Hülkenberg, kam mit 1,641 Sekunden Rückstand nicht über Rang 16 hinaus.

Bildquelle: dpa bildfunk

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Platz Fahrer Team Land Punkte A B S S C C C B R S H H C A M S S C A A Y
1 GER N. Rosberg MER GER 100 25 25 25 25 A - - - - - - - - - - - - - - - -
2 FIN K. Räikkönen FER FIN 61 A 18 10 15 18 - - - - - - - - - - - - - - - -
3 GBR L. Hamilton MER GBR 57 18 15 6 18 A - - - - - - - - - - - - - - - -
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