Ist-Löhne und -gehälter um 4,35 Prozent
Die Löhne- und Gehälter der rund 43.000 Beschäftigten in der Chemieindustrie werden um 4,5 Prozent, die Ist-Löhne und -gehälter um 4,35 Prozent, mindestens aber um 90 Euro erhöht. Darauf haben sich Freitag am späten Abend die Sozialpartner geeinigt, hieß es seitens der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp. Der Mindestbetrag entspricht bei niedrigen Einkommen einer Erhöhung um über fünf Prozent.
Im Vorfeld zur vierten Runde hatten die Gewerkschaften eine Protestkundgebung in Schwechat und Betriebsversammlungen abgehalten, um den Druck auf der betrieblichen Ebene zu erhöhen. "Die diesjährigen Verhandlungen haben sich als ausgesprochen schwierig erwiesen. Dieses gute Ergebnis ist vor allem der Entschlossenheit und dem Zusammenhalt der Beschäftigten und der Betriebsrätinnen und Betriebsräte zu verdanken", sagten Alfred Artmäuer und Roman Krenn, die Verhandlungsleiter von PRO-GE und GPA-djp.
Neben den Lohn- und Gehaltserhöhungen konnten laut Gewerkschaft auch im Rahmenrecht im Bereich der Karenzanrechnung sowie bei Freistellungsansprüchen für Dienstverhinderungen "deutliche Verbesserungen" erzielt werden.